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stern-Umfrage: Mehrheit der Deutschen stört sich nicht an Tätowierungen

Millionen Bundesbürger dürfen bei diesen Temperaturen wieder ungeniert ihren eingestichelten Körperschmuck präsentieren. Nach einer Forsa-Umfrage für den stern gefällt es 28 Prozent der Deutschen generell, wenn Menschen tätowiert sind. Weitere 26 Prozent finden Tattoos zwar okay, aber nicht jedes trifft ihren Geschmack. 44 Prozent der Befragten können dagegen den Bildern auf der Haut anderer Menschen eher nichts abgewinnen.

Fast die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen (49 Prozent) steht generell auf Tätowierungen – egal, ob Arschgeweih, Palme oder Totenkopf. Der Gefallen daran nimmt aber mit zunehmendem Alter ab: Bei den über 60-Jährigen sind es nur noch neun Prozent. Eine generelle Schwäche für Tattoos haben mehr Frauen (29 Prozent) als Männer (26 Prozent) und mehr Westdeutsche (29 Prozent) als Ostdeutsche (22 Prozent).

Unterschiedliche Geschmäcker gibt es auch unter den Anhängern der politischen Parteien: Vor allem Sympathisanten der Linken (41 Prozent) finden Gefallen an tätowierten Zeitgenossen. Auch 27 Prozent der Anhänger der Grünen und immerhin noch 24 Prozent der potenziellen Wähler von CDU und CSU schauen generell gern hin, wenn Mitbürger ihre Sticheleien zur Schau stellen. Allerdings gibt eine Mehrheit von 52 Prozent der Unionsanhänger an, überhaupt kein Faible für Tätowierungen zu haben. Auch die Hälfte der Sympathisanten der SPD kann sich für Tattoos nicht erwärmen – nur 22 Prozent finden sie prinzipiell schön.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 6. und 7. August 2015 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.


wm / STERN
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