In Ibbenbüren fällt am Sonntag (gegen 11.00 Uhr) die letzte bis nach Niedersachsen sichtbare Landmarke des ehemaligen Steinkohlekraftswerks von RWE. Nach der Sprengung von Kühlturm und Kesselhaus im April 2025 ist jetzt der 275 Meter hohe Schornstein an der Reihe. Seit 2023 ist die Hagedorn Unternehmensgruppe Eigentümerin des Geländes im nördlichen Westfalen. Die Altlasten- und Sanierungsfirma will das Grundstück im Sommer 2026 Amprion übergeben. Der Übertragungsnetzbetreiber will in Ibbenbüren eine Konverterstation bauen, über die in Zukunft Windstrom von den Offshore-Anlagen in der Nordsee ins nordrhein-westfälische Stromnetz eingespeist wird.
Damit Amprion im Sommer übernehmen kann, muss abschließend noch der Schornstein, die Rauchgastentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des ehemaligen Kraftwerks zuerst gesprengt und dann zerkleinert, getrennt und möglichst nahezu vollständig recycelt werden. Die neue Konverteranlage soll 2031 in Betrieb gehen. Die Neunutzung des einstigen Kraftwerksstandorts steht für die Energiewende: Weg von der klimaschädlichen fossilen Stromerzeugung und hin zur klimafreundlichen Erzeugung aus erneuerbaren Energien.
RWE hatte 2021 in Hamm und Ibbenbüren seine letzten beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland stillgelegt.