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Mordkommission ermittelt: Streitschlichter wird von Auto überrollt und stirbt

Er wollte einen Streit schlichten und bezahlte seine Courage mit dem Leben: In Ibbenbüren in NRW ist ein 73-Jähriger von einem Auto überrollt worden und gestorben. 

Ibbenbüren: Symbolbild mit Absperrband der Polizei

Ein 73-Jähriger Ibbenbürener ist beim Versuch einen Streit zu schlichten überfahren worden und starb. Jetzt ermittelt die Mordkommission (Symbolbild).

Der Versuch, einen Streit zu schlichten, endete für einen 73-Jährigen Ibbenbürener tödlich: Auf dem Gelände einer Tankstelle in der nordrhein-westfälischen Stadt war nach Angaben der Polizei Münster am Samstag gegen 20 Uhr ein 25-Jähriger mit zwei 24 und 25 Jahre alten Brüdern aneinandergeraten. Nach ersten Erkenntnissen wollte der 73-Jährige die Streithähne voneinander trennen.

Im Laufe des Handgemenges griff das Brüderpaar seinen 25-jährigen Kontrahenten auch noch an, als sich dieser in sein Auto geflüchtet hatte. Vermutlich in Panik startete der Attackierte sein Fahrzeug, setzte mit geöffneter Tür zurück und riss dadurch das 73-jährige Opfer und die Brüder zu Boden. Beim anschließenden Versuch, von dem Tankstellengelände zu flüchten, überrollte der Fahrer den Ermittlern zufolge den 73-Jährigen.

Die drei Beteiligten wurden festgenommen

„Dabei hat er tödliche Verletzungen erlitten“, erklärte Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Steinfurt, gegenüber den "Westfälischen Nachrichten". Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Nun ermittelt die Mordkommission, die drei beteiligten Streithähne wurden zunächst festgenommen.

"Nach derzeitigem Stand unserer Ermittlungen handelt es sich um ein tragisches Ereignis", erklärte der Münsteraner Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei Münster, der Polizei Steinfurt und der Staatsanwaltschaft Münster. Ermittelt werde wegen fahrlässiger Tötung.

rös / DPA