HOME

"Fettsteuer": Darf's ein bisschen mehr sein?

Wer eine Vorliebe für Süßes und Fettiges hat, muss in Großbritannien vielleicht bald tiefer in die Tasche greifen. Zur Bekämpfung der Fettleibigkeit soll eine Steuer auf ungesunde Lebensmittel kommen.

Preise rauf = Verbrauch runter? So eine Gleichung könnte wohl nach Meinung britischer Parlamentarier aufgehen. Mit einer "Fettsteuer" werden die Liebhaber von Hamburgern, Schokoriegeln oder süßer Brause möglicherweise zukünftig in Großbritannien zur Kasse gebeten. Die Regierung in London zieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für ungesunde Lebensmittel in Betracht, um die zunehmenden Fettleibigkeit im Königreich zu bekämpfen. Das berichtete die Tageszeitung "Times" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Strategiepapier aus der Downing Street.

Warnhinweise wie beim Rauchen

Zu den Vorschlägen gehört nach den Angaben auch, wie bei Zigaretten Warnhinweise auf den Verpackungen allzu fetthaltiger Nahrungsmittel aufzudrucken. Herzkrankheiten sind in Großbritannien mittlerweile vor Krebs Todesursache Nummer eins und Experte warnten vor den "furchtbaren Gesundheitsfolgen" durch immer mehr übergewichtige Jugendliche.

Eine kürzlich im Fachmagazin 'British Medical Journal' erschienen Studie kam zu dem Ergebnis, dass durch eine Fettsteuer bis zu 1000 vorzeitige Todesfälle durch Herzkrankheiten pro Jahr verhindert werden könnten.

DPA
Themen in diesem Artikel