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AKTIENNEWS: RWE spart und wächst

Der Essener Energieriese RWE macht bei seinen Expansionsplänen in Europa und Nordamerika weiter Tempo. Im deutschen Stromgeschäft hingegen setzt der Konzern auf den Ausbau der Beteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern.

Dabei setze der Konzern sowohl auf gezieltes internes Wachstum wie auf Akquisitionen. Besonders interessant sind die Märkte in Großbritannien und Spanien, wo RWE allerdings erst kürzlich mit seinem Angebot für den Energieversorger Hidrocantabrico scheiterte. Auch in Osteuropa ist der Konzern auf der Suche nach attraktiven Akquisitionszielen.

Nach dem Abflauen der Preiskriege auf dem Strommarkt rechnet der Essener RWE-Konzern im laufenden Geschäftsjahr auch in seinem Stammgeschäft wieder mit einem ansteigenden Ergebnis. Die Mehrheit der Anbieter hat eingesehen, dass mit Preiskriegen kaum Gewinne bei Marktanteilen »und schon gar keine Ertragszuwächse« zu erzielen sind, sagte RWE-Chef Dietmar Kuhnt. Immerhin will der Konzern dank eines Sparprogramms in Milliardenhöhe bereits im laufenden Geschäftsjahr im gebeutelten Energiebereich wieder etwas mehr Geld verdienen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Anstieg des Betriebsergebnisses um mindestens 35 Prozent. Im Jahr 1999/2000 (30. Juni) hatte das Ergebnis 2,8 Milliarden Euro (5,5 Mrd DM) betragen. Der Umsatz soll nach 47,9 Milliarden Euro im Vorjahr um mindestens 20 Prozent zulegen. Um die Attraktivität der RWE-Aktie zu erhöhen und den Anteil der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien zu verringern, will die RWE AG ein Aktienrückkaufprogramm auflegen. Der Anteil der »Vorzüge« beträgt zurzeit etwa sieben Prozent. Das Rückkaufprogramm sieht die Möglichkeit vor, bis Mai 2002 Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zu erwerben.

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