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AKTIENNEWS: US-Pharmakonzern Merck senkt Gewinnprognose

Der weltweit drittgrößte Arzneimittelhersteller, Merck & Co aus den USA, hat seine Gewinnprognose für das Jahr 2001 gesenkt und damit einen Kursrutsch bei seinen Aktien ausgelöst.

Der Konzern begründete die Rücknahme der Gewinnschätzungen am Freitag mit geringeren Erlösen bei seinem umsatzstarken Arthritis-Mittel Vioxx sowie mit negativen Wechselkurseffekten. Merck erwartet nun noch von einem Gewinn je Aktie zwischen 3,12 und 3,18 Dollar, nach bislang genannten 3,15 bis 3,25 Dollar. Analysten waren zuletzt im Schnitt von 3,20 Dollar ausgegangen.

Die Merck-Papiere büßten daraufhin an den US-Börsen zeitweise über acht Prozent ein, womit die Aktie unter den im Dow-Jones- Index enthaltenen Industriewerten zu Handelsbeginn die stärksten Verluste aufwies. Analysten zeigten sich durch die Ankündigung indes nicht überrascht.

Bereits im ersten Quartal hatten vor allem die Arthritis- und Schmerzmittel für Enttäuschung bei den Experten gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt trat der Konzern den Befürchtungen noch mit dem Hinweis entgegen, die niedrigen Quartalsumsätze mit dem Medikament seien darauf zurückzuführen, dass Großhändler ihre Lagerbestände im Vorfeld der im letzten November eingeleiteten Preisanhebungen aufgestockt hätten.

Ferner teilte Merck mit, dass für das Gesamtjahr 2001 Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 2,6 Milliarden Dollar vorgesehen sind. Branchenführer Pfizer plant zum Vergleich nach eigenen Angaben für das Gesamtjahr für Forschung und Entwicklung etwa fünf Milliarden Dollar auszugeben. Die Bruttogewinnspanne wird im Konzern etwa bei 39 Prozent liegen. Zuletzt war Merck davon ausgegangen, dass die Gewinnspanne 2001 um etwa vier Prozentpunkte unter den 44,4 Prozent vom vergangenen Jahr liegen werde.

Der US-Konzern Merck & Co ist nicht mit der Darmstädter Pharmagruppe Merck KGaA verbunden.

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