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AKTIENNEWS: VIVA macht deutlich Verlust

Der Kölner Musiksender VIVA hat zwar Umsatz und Ergebnis beim Musik-Fernsehen in Deutschland gesteigert, das Geschäftsjahr 2000 aber mit Verlusten abgeschlossen.

Der Jahresfehlbetrag des Konzerns beläuft sich wegen steuerlicher Sondereinflüsse auf 9,58 Millionen ? (18,7 Mio DM) nach einem Vorjahres-Überschuss von 1,5 Millionen ?. Das Ergebnis vor Steuern weist jedoch entgegen Analystenerwartungen nur ein Minus von rund einer Million ? aus. Die Sondereffekte (»latente Ertragssteuern«) wegen der Reform der Körperschaftssteuer und aus dem Börsengang in Höhe von 8,1 Millionen ? sind nicht zahlungswirksam, betonte ein Sprecher des Unternehmens.

Im Kerngeschäft Musik-TV in Deutschland stieg der Umsatz von 48,8 Millionen auf 53,2 Millionen Euro (103,7 Mio DM), das Ergebnis vor Zinsen kletterte von 4,4 Millionen auf 7,3 Millionen Euro, betonte VIVA-Chef Dieter Gorny. Insgesamt wurden im Jahr 2000 für Unternehmenskäufe 7,7 Mio Euro aufgewendet. Vor allem die Gründung einer polnischen Tochtergesellschaft sowie der Kauf einer Agentur und eines schweizerischen Musiksenders haben die Ertragslage des Konzerns insgesamt negativ beeinflusst. Der Konzernumsatz des Kölner Musiksenders stieg von 48,8 Mio Euro auf 55,2 Mio Euro.

VIVA ist nach eigenen Angaben Marktführer im deutschen Musik-TV und erreicht täglich etwa 5,2 Millionen Zuschauer. Der Konzern beschäftigte im vergangenen Jahr durchschnittlich 317 Mitarbeiter.

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