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ANLAGE: Immer mehr Fonds schließen

Wegen der Börsenflaute und der Konsolidierung der Investmentbranche werden immer mehr Fonds vom Markt genommen. Anleger haben dabei kein Mitsprachrecht.

Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres zogen die im Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften zusammengeschlossenen Anbieter 92 Fonds aus dem Verkehr, wie die Allgemeine Deutsche Direktbank berichtet. Im gesamten Jahr 2001 waren es dagegen 68 Fonds.

Börsenbaisse ist Hauptgrund

Hauptgrund für die meisten Schließungen ist die Börsenbaisse, die vor allem auf enge Segmente wie den Neuen Markt spezialisierte Fonds auf einen Bruchteil einstiger Größe zusammenschmelzen ließ. Hinzu kommt die Fusion von Dresdner Bank und Allianz. Angesichts zahlreicher Doppelungen bei den Angeboten der Investmenttöchter dit und Allianz Asset Management werden den Angaben zufolge bis Jahresende dort 30 Fonds geschlossen oder mit ähnlich ausgerichteten Produkten verschmolzen.

Pech für Anleger

Die Allgemeine Deutsche Direktbank weist darauf hin, dass Anleger bei der Fondsschließung kein Mitspracherecht haben. Die Investmentgesellschaften müssen die Kunden lediglich drei Monate vor der Schließung mit einer Meldung im Bundesanzeiger und Ankündigungen in den Rechenschaftsberichten informieren.

Automatische Umwandlung bei Fusion

Fusionieren zwei ähnlich ausgerichtete Produkte brauchen sich die Eigner des nicht länger fortgeführten Fonds um nichts zu kümmern. Ihre Anteile werden den Angaben zufolge zum jeweils festgesetzten Stichtag automatisch in Anteile des übernehmenden Fonds getauscht. In allen anderen Fällen sind die Anbieter gesetzlich verpflichtet, den Anlegern ein kostenfreies Umtauschangebot innerhalb ihrer Fondspalette zu unterbreiten. Bei manchen Anbietern werden allerdings nur einige ausgewählte Fonds dafür angeboten.

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