Anlagenbau ABB schreibt weiter rote Zahlen


Der schwedisch-schweizerische Elektro- und Anlagenbaukonzern ABB machte auch im 2. Quartal dieses Jahres einen Verlust von knapp 48 Mio Euro. ABB-Chef Dormann sieht aber den Konzern auf Kurs.

Der schwedisch-schweizerische Elektro- und Anlagenbaukonzern ABB hat im 2. Quartal dieses Jahres einen Verlust von 55 Millionen US-Dollar (rund 48 Mio Euro) verbucht. In der entsprechenden Vorjahreszeit war noch ein Gewinn von 38 Millionen Dollar erwirtschaftet worden, wie das Unternehmen am Dienstag in Zürich mitteilte. Im 1. Halbjahr lief ein Fehlbetrag von 100 Millionen Dollar auf nach 193 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahr.

Dormann sieht Konzern auf Kurs

Dennoch sieht ABB-Chef Jürgen Dormann den Konzern auf dem richtigen Kurs. Er rechnet nach hohen Verlusten in den beiden Vorjahren für 2003 wieder mit einem Reingewinn. "Es wäre voreilig zu sagen, wir hätten alle Probleme gelöst, aber unser Unternehmen steht heute viel besser da als vor einem Jahr", betonte Dormann.

Erfolge bei der Kostensenkung

Seine Zuversicht begründete er mit wachsenden Betriebsgewinnen in den zwei Kernbereichen Energie- und Automationstechnik, Erfolge bei der Kostensenkung, weiteren Verkäufen verlustbringender Sparten und einer Lösung des Asbestproblems in den USA. Ende dieses Monats dürfte eine wichtige Vorentscheidung für den Asbest-Vergleich fallen, für den ABB insgesamt 1,1 Milliarden Dollar aufwenden will. Anschließend soll der Geschäftsbereich Öl, Gas und Petrochemie veräußert werden.

Schuldenberg weiter abbauen

Die Verschuldung erhöhte sich von 8,0 Milliarden Dollar Ende 2002 auf 8,3 Milliarden Dollar Ende Juni dieses Jahres. Dormann bekräftige das Ziel, den Schuldenberg bis Jahresende auf 6,5 Milliarden Dollar abzubauen.

DPA

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