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+++ Ticker +++

News des Tages: Sturm "Thomas" entwurzelt Bäume - Autofahrer in Köln schwer verletzt

Höchster Konjunktur-Überschuss seit Wiedervereinigung +++ Sammelabschiebung nach Afghanistan +++ Tesla in den roten Zahlen +++ Flugzeug-Turbine in Sao Paulo explodiert +++ Die News des Tages in der Übersicht.

Mit einer Motorsäge zerteilt ein Feuerwehrmann einen Baum, während fünf weitere Äste wegtragen

Wie schon bei Januar-Sturm "Egon" muss die Feuerwehr auch wegen Sturmtief "Thomas" umgestürzte Bäume beseitigen

Die Nachrichten des Tages im Ticker - Nachrichten zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie hier im gesonderten Stück.

+++ 22.26 Uhr: Bannon schwört Trump-Anhänger auf täglichen "Kampf" ein +++

Der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, hat dessen Anhänger auf einen jahrelangen, täglichen "Kampf" um die nationalkonservativen Werte der neuen Regierung eingeschworen. Bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte sagte Bannon vor tausenden Aktivisten bei der CPAC-Konferenz der Konservativen in der Nähe von Washington, die Medien seien die "Oppositionspartei". Er ging davon aus, dass das Verhältnis zur Presse "immer schlechter" werde.

"Wenn ihr denkt, sie werden uns das Land ohne Kampf zurückgeben, dann täuscht ihr euch schwer", unterstrich der ultrarechte Chefstratege mit Blick auf die Medien. "Jeder Tag, jeder Tag wird ein Kampf sein." Die Medien seien gegen die "wirtschaftsnationale Agenda" des Präsidenten. Als einen entscheidenden Moment zu Beginn der Präsidentschaft von Trump nannte er die Aufkündigung des Transpazifischen Freihandelsabkommens TPP.

+++ 22.17 Uhr: Wiener Opernball mit Trauerminute eröffnet +++

Mit einer Trauerminute ist am Abend der 61. Wiener Opernball eröffnet worden. Zum Gedenken an die gestorbene österreichische Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hielten die rund 5000 Gäste kurz inne. Die SPÖ-Politikerin war im Krankenhaus im Alter 53 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen. Der Tod der Kinderärztin hatte über die Parteigrenzen hinaus für Erschütterung gesorgt.

Anschließend sollten 144 junge Paare ihr gesellschaftliches Debüt auf dem Parkett geben. Als musikalisches Highlight war der Auftritt von Startenor Jonas Kaufmann (47) angekündigt. Am Pult des Orchesters stand zum ersten Mal eine Frau, die Italienerin Speranza Scappucci. Mit dem traditionellen Ausruf "Alles Walzer" ist dann die Tanzfläche für die rund 5000 Besucher frei. 

+++ 22.12 Uhr: Sturm kippt Baum um - Autofahrer in Köln schwer verletzt +++

Ein Autofahrer ist in Köln schwer verletzt worden, als ein im Sturm umgeknickter Baum auf seinen Wagen stürzte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der etwa 25 Meter hohe Baum demolierte noch zwei weitere Fahrzeuge. Sturmtief "Thomas" brauste amAbend vor allem über dem Westen Deutschlands, zahlreiche Bäume wurden umgeknickt. Für Nordrhein-Westfalen und weitere Regionen im Nord-Westen sprach der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung aus.

+++ 21.39 Uhr: US-Minister Kelly: "Es wird keine Massenabschiebungen geben" +++

Bei der Umsetzung der neuen Einwanderungsrichtlinien wird es nach den Worten von US-Heimatschutzminister John Kelly weder Massenabschiebungen noch Einsätze der Armee geben. "Es wird keine, ich wiederhole keine Massenabschiebungen geben", sagte Kelly nach einem Treffen mit mexikanischen Regierungsmitgliedern in Mexiko-Stadt. Die Armee werde sich nicht an den Einsätzen gegen illegale Einwanderer beteiligen, fügte Kelly während der gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Außenminister Rex Tillerson hinzu.

Die Worte des Ministers standen im Widerspruch zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte wenige Stunden zuvor bei einem Treffen mit Unternehmern im Weißen Haus gesagt, die verschärften Einwanderungsregelungen seien "eine Militäroperation". "Wir schaffen echt böse Kerle aus diesem Land, und in einer Anzahl, die niemand zuvor gesehen hat", sagte er.

Die neuen Richtlinien der Trump-Regierung sehen vor, mit verschärften Razzien gegen illegale Einwanderer vorzugehen. Minister Kelly erteilte dem Grenzschutz und den Einwanderungsbehörden am Dienstag entsprechende Anweisungen. Daraus geht hervor, dass bis auf wenige Ausnahmen nahezu alle der elf Millionen ohne Aufenthaltsstatus im Land lebenden Menschen nun ihre Abschiebung fürchten müssen.

+++ 21.22 Uhr: Bahnstrecken wegen Sturmtief "Thomas" gesperrt +++

Sturmtief "Thomas" hat am Abend auch mehrere Bahnstrecken vor allem im Westen Deutschlands lahmgelegt. Probleme gebe es am Wuppertaler Hauptbahnhof, dort würden Züge zurückgehalten, weil ein Baum ins Gleisbett gestürzt sei, sagte eine Bahnsprecherin. Ein ICE musste geräumt werden. Bei Aachen stürzte ein Baum auf einen Thalys-Zug. Auch am Dortmunder Bahnhof und auf mehreren Strecken in Nordrhein-Westfalen konnten zwischenzeitlich keine Züge fahren. Sperrungen gab es auch nahe Frankfurt am Main, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

+++ 19.16 Uhr: Halbnackte Aktivistin stört Rede von Le Pen +++

Eine Aktivistin hat mit nacktem Oberkörper eine Rede der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen unterbrochen und gegen die Präsidentschaftskandidatin demonstriert. Sie sprang kurz nach Auftakt einer Le-Pen-Veranstaltung zur internationalen Politik in Paris auf und rief mehrfach, die Front-National-Chefin sei eine "fiktive Feministin". Dies hatte sie sich auch als Slogan auf den Oberkörper geschrieben. Sicherheitsleute zerrten die Frau aus dem Saal, Le Pen setzte ihre Rede fort.

Schon früher hatten Aktivistinnen der Organisation Femen mit Oben-ohne-Aktionen gegen Le Pen demonstriert. Bei der FN-Kundgebung zum 1. Mai 2015 auf dem Pariser Opernplatz unterbrachen drei Frauen die Rede der Politikerin und zeigten den Hitlergruß, eine hatte sich "Heil Le Pen" auf den Oberkörper geschrieben.

+++ 16.53 Uhr: Frau findet 26.000 Euro - und bringt sie zur Polizei +++

Mit einem dicken Bündel Geldscheinen in einer Strumpfschachtel ist eine ehrliche Finderin im bayerischen Freising zur Polizei gegangen. Die 39-Jährige erschien auf der Wache und legte die Schachtel auf den Tisch. Als die Beamten mit dem Geldzählen fertig waren, hatten sie 26.000 Euro beisammen, wie die Polizei vermeldete. Zuerst hatte der "Münchner Merkur" berichtet.

Das Geld hat den Ermittlungen der Polizei zufolge eine abenteuerliche Reise hinter sich. Es gehörte einer Frau aus Freising. Als sie starb, wurde ihre Wohnung geräumt. Im Kleiderschrank lag die Schachtel mit originalverpackten Socken. Darin hatte die Frau das Geld versteckt.
Die Schachtel landete im Gebrauchtwarenladen der örtlichen Caritas, wo niemandem der Schatz auffiel. Dort deckte sich die 39-Jährige mit Kleidung ein, auch die Socken gehörten dazu. Als sie diese anziehen wollte, fand sie das Geld und brachte es am Dienstagabend zur Wache.

Nach Polizeiangaben vom Donnerstag sind die Erben der Verstorbenen inzwischen bekannt. Sie sollen das Geld bekommen. Der 39-Jährigen steht der gesetzliche Finderlohn in Höhe von lediglich drei Prozent zu - 780 Euro. Womöglich stocken die Erben die Belohnung aber auf.

+++ 16.50 Uhr: Hubschrauber rettet zufällig vier Schiffbrüchige nach Wochen in Seenot +++

Ein Hubschrauber-Pilot hat im Pazifik zufällig vier Menschen in Seenot entdeckt und sie von ihren Booten gerettet, von denen eines bereits seit vier Wochen über das Meer trieb. Das "Marshall Islands Journal" berichtete am Donnerstag, der Pilot sei im Auftrag von Fischern auf der Suche nach Thunfischen gewesen. Am vergangenen Wochenende entdeckte er dabei einen Jugendlichen und drei Angler in Seenot.

Die beiden Boote der vier Unglücksfahrer hatten in Kiribati abgelegt, das etwa 650 Kilometer weit weg von der Stelle im Meer liegt, wo der Hubschrauber-Pilot sie entdeckte. Einer der vier litt an leichter Dehydration, die anderen waren wohlauf. Alle wurden ins Krankenhaus in Majuro gebracht, der Hauptstadt der Marschallinseln.

Der 14-jährige Jugendliche trieb bereits elf Tage ohne Essen übers Meer, wie der Kapitän des Fischkutters berichtete, der die vier Menschen in Seenot aufnahm und an Land brachte. Die drei Angler waren fast einen Monat lang unterwegs und ernährten sich demnach in der Zeit von Fischen. Die beiden Boote waren nur acht Kilometer voneinander entfernt in Seenot, bemerkten einander jedoch nicht bis zu ihrer Rettung.

+++ 16.16 Uhr: Mindestens acht Tote bei Anschlag in Pakistan +++

Bei einer Explosion in der pakistanischen Großstadt Lahore sind nach offiziellen Angaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Zudem habe es mehr als 30 Verletzte gegeben, sagte der Gesundheitsminister der Provinz Punjab, Khawaja Salman Rafiq, pakistanischen Medien. Die Polizei ging davon aus, dass es sich um eine Bombe handelte, die am Mittag nahe eines teuren Restaurants im gehobenen Stadtteil Defence detonierte. In direkter Umgebung befinden sich zahlreiche Geschäfte, Cafés und Bankfilialen.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

+++ 16.06 Uhr: Dreizehn Migranten sterben in Container +++

Dreizehn Migranten sind in Libyen in einem Versandcontainer gestorben, in dem sie vier Tage lang eingesperrt waren. Unter den Toten seien auch ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge gewesen, berichtete die Internationale Vereinigung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds (IFRC).

Insgesamt seien 69 Menschen in dem Metall-Container gefangen gewesen, bevor Helfer in der Westlibyschen Stadt Al-Choms am Mittwoch eingeschaltet worden seien. Einige der 56 Überlebenden seien ernsthaft verletzt gewesen.

+++ 15.30 Uhr: Betrugsfall: Polizei sucht ABB-Kassenwart in Südkorea +++

Wegen eines millionenschweren Betrugsfalls bei der südkoreanischen Niederlassung des Schweizer Konzerns ABB sucht die Polizei nach einem verschwundenen Kassenwart. ABB-Sprecher Domenico Truncellito bestätigte, dass es sich bei dem Flüchtigen um den Kassenwart in Südkorea handele. Es werde in alle Richtungen ermittelt, intern und extern, unter Einschaltung der Polizei und Interpol. Ebenso seien die Versicherungen eingeschaltet.

Nach Berichten der südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap geht die zuständige Polizei in Cheonan davon aus, dass der Kassenwart Gelder in Millionenhöhe veruntreut und dabei nicht allein gehandelt haben soll. Eine "dritte Partei" habe mitgewirkt. Der Verdächtige sei nach Hongkong geflüchtet. Die Ermittler hätten bei einem Gericht beantragt, auf seine Konten zugreifen zu können.

+++ 15.15 Uhr: Netanjahu fordert Begnadigung von israelischem Soldaten +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich für die Begnadigung des israelischen Soldaten Elor Asaria ausgesprochen, der einen verletzt am Boden liegenden Palästinenser getötet hatte. "Ich bin noch immer für die Begnadigung des Soldaten Asaria", sagte Netanjahu bei einem Besuch in Australien nach Angaben des Senders Channel 10. Asaria war am Dienstag von einem israelischen Militärgericht zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

Die Forderung nach einer Begnadigung Asarias hatte Netanjahu zuletzt im Januar ausgesprochen, als das Militärgericht den Soldaten zwar für schuldig erklärt hatte, das Strafmaß aber noch nicht feststand. Zu dem Zeitpunkt hieß es noch, Asaria drohten bis zu 20 Jahre Haft. Mit der Verurteilung zu anderthalb Jahren Haft blieb das Militärgericht in Tel Aviv weit hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die zwischen drei und fünf Jahre Gefängnis verlangt hatte.

Amnesty International hatte nach dem Urteil erklärt, das Strafmaß spiegele "nicht die Schwere der Tat wieder". Auch die Arabische Liga kritisierte das Strafmaß als zu gering: "Die Strafe offenbart das Fehlen eines Gewissens und das Fehlen von Gerechtigkeit."

+++ 14.58 Uhr: Ex-IWF-Direktor Rato muss wegen Unterschlagung in Haft +++

Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, ist wegen Unterschlagung zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Haftstrafe erhielt der heute 67-Jährige, weil er als Chef zweier spanischer Banken Kreditkarten nutzte, die Ausgaben in unbegrenzter Höhe und ohne jede Kontrolle erlaubten. Laut Anklage gab er mehr als 99.000 Euro aus.

Der Prozess hatte im September begonnen. Angeklagt wurden weitere 64 ehemalige Bankmanager. Insgesamt sollen sie zwischen 2003 und 2012 zwölf Millionen Euro veruntreut haben. Das Gericht folgte mit seinem Urteil gegen Rato dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Rato war zwischen 1996 bis 2004 Wirtschaftsminister der Regierung von José María Aznar und von 2004 bis 2007 Chef des IWF. 

+++ 14.53 Uhr: Dänische Volkspartei will halb Schleswig-Holstein +++

Der Vize-Chef der Dänischen Volkspartei, Søren Espersen, hat die dänische Minderheit in Deutschland aufgefordert, an der Grenzziehung von 1920 zu rütteln. "Wir hätten gerne ein Dänemark bis zur Eider. (...) Natürlich. Das muss auch die Idee der dänischen Minderheit sein, sonst verstehe ich gar nichts", sagte der rechtspopulistische Politiker in einem Interview mit dem dänischen Sender dk4. Die Eider verläuft etwa in der Mitte Schleswig-Holsteins.

"Warum sollten wir das nicht wollen, das ist Hoffnung und Traum", sagte Espersen auf Siegfried Matloks Frage nach territorialen Ansprüchen der Partei. "Die Geschichte ist nicht statisch", sagte Espersen. Seine Dänische Volkspartei stellt die zweitstärkste Fraktion im Parlament in Kopenhagen und ist seit Jahren wichtiger Stützpartner der rechtsliberalen Minderheitsregierung.

+++ 14.35 Uhr: Weniger Jecken in Köln unterwegs +++

 In Köln sind dieses Jahr an Weiberfastnacht weniger Jecken unterwegs als in den vergangenen Jahren. "Es scheint so, dass sich doch Leute von den Wetterwarnungen haben abhalten lassen", sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Nachmittag Sturmböen vorausgesagt. Die Stadtverwaltung schätzte die Zahl der Feiernden für den Nachmittag auf gut 20.000, Tendenz steigend. Die Polizei beschrieb die Lage als ruhig. In Bonn wurde wegen der Sturmwarnung eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt.

+++ 14.30 Uhr: Merkel lehnt Eurobonds energisch ab +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt die Einführung von Eurobonds und eine Vergemeinschaftung von Schulden in der Eurozone kategorisch ab. "Auf dem Prinzip der Eigenverantwortung beharren wir", sagte Merkel nach einem Treffen mit dem litauischen Ministerpräsidenten Saulius Skvernelis am Donnerstag in Berlin. Vertragsveränderungen in der Europäischen Union stünden in naher Zukunft nicht auf der Tagesordnung. "Man wird mit den Gegebenheiten so weiter umgehen müssen, wie das jetzt der Fall ist." Nationalstaaten müssten deshalb eigenverantwortlich Reformen umsetzen. Wenn die Stabilität der Eurozone als Ganzes in Gefahr sei, könnten solidarische Möglichkeiten wie der Rettungsschirm ESM genutzt werden, sagte Merkel. "Wir können nicht etwas vergemeinschaften, ohne dass vorher auch Kompetenzen dazu in Europa angesiedelt sind." Irland, Spanien und Portugal hätten gezeigt, dass sie eigenverantwortlich Verbesserungen erreicht hätten.

+++ 13.24 Uhr: Sprengstoffanschlag geplant – Mann in Niedersachsen festgenommen +++

Die niedersächsischen Sicherheitsbehörden haben einen 26-Jährigen festgenommen, der einen Sprengstoffanschlag vorbereitet haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien Materialien für den Bau eines Sprengsatzes beschlagnahmt worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Celle und die Polizeidirektion Göttingen mit. Demnach wird der Deutsche aus Northeim der salafistischen Szene zugerechnet.

+++ 12.35 Uhr: Krankenkassen fahren Milliardenplus ein +++

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen. Zum Jahresende 2015 hatte die Finanzreserve der gesetzlichen Krankenversicherungen noch rund 14,5 Milliarden Euro betragen. Damit stehen die Kassen besser da, als deren Spitzenvertreter im vergangenen Jahr vorhergesagt hatten. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zusatzbeiträge der Kassen im kommenden Jahr auf breiter Front steigen.

+++ 11.55 Uhr: Zwei deutsche Archäologen in Nigeria entführt +++

In Nigeria sind zwei deutsche Archäologen entführt worden. Die Forscher hätten im Bezirk Kagarko nördlich der Hauptstadt Abuja Feldforschung betrieben, erklärte am Donnerstag der Polizeisprecher des Bundesstaats Kaduna, Usman Aliyu. Es sei bislang unklar, wer hinter der Entführung vom Mittwoch stecke. Die Archäologen erforschten in der Gegend demnach in Zusammenarbeit mit örtlichen Forschern Terrakotta-Figuren und andere Kunstgegenstände der Nok-Kultur. Entführungen sind in der Region keine Seltenheit. Zumeist handelt es sich bei den Tätern um Kriminelle, die Lösegeld erbeuten wollen.

+++ 11.40 Uhr: Türkische Nationalisten bedrohen Recherchezentrum Correctiv +++

Die Journalisten des Recherchezentrums Correctiv in Berlin fühlen sich durch türkische Nationalisten bedroht. In den Redaktionsräumen von Correctiv entsteht "Özgürüz" ("Wir sind frei"), das zweisprachige Online-Medium des regimekritischen türkischen Journalisten Can Dündar. Angesichts der Bedrohung, der die Correctiv-Mitarbeiter ausgesetzt seien, stehe die Redaktion inzwischen unter Objektschutz, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Nach einem Beitrag über "Özgürüz" im türkischen Fernsehen habe es etliche Morddrohungen vor allem gegen türkische Kollegen gegeben. "Das war massiv", sagte Correctiv-Geschäftsführer David Schraven am Donnerstag. "Morddrohungen kamen per E-Mail, auf Twitter und Facebook." Die Redaktion nehme das sehr ernst. 

+++ 11.30 Uhr: CDU-Abgeordneter will Frauenquote bei Einreise von Flüchtlingen +++

Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner schlägt eine Frauenquote bei der Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland vor. Derzeit kämen vor allem junge, häufig alleinstehende Männer ins Land. "Ein Überschuss an Männern kann eine Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen", warnte Wegner am Donnerstag. Das friedliche Zusammenleben sei gefährdet. "Eine Geschlechterquote, die faktisch eine Frauenquote wäre, würde das Gleichgewicht der Geschlechter herstellen." Konkret schlägt Wegner vor, ab 2018 jeden Monat zu ermitteln, wie viele erwachsene Männer und Frauen als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Übersteigt die Zahl der Männer die der Frauen in einem Monat, sollten alleinreisende Männer an der Grenze abgewiesen werden.

+++ 10.30 Uhr: Truppen im Irak dringen auf Flughafengelände von Mossul vor +++

Bei ihrer Offensive auf den Flughafen von Mossul sind die irakischen Truppen am Donnerstag auf das Airportgelände vorgedrungen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten, wie die irakischen Einsatzkräfte das Gelände von Westen her betraten, nachdem sie zuvor mit Unterstützung von Drohnen, Kampfjets und Hubschraubern in Richtung des Flughafens vorgerückt waren. Der Flughafen ist seit 2014 unter Kontrolle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

+++ 8.05 Uhr: Deutschland mit höchstem Konjunktur-Überschuss seit Wiedervereinigung +++

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr mit 23,7 Milliarden Euro den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung erzielt. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung fiel das Plus mit 0,8 Prozent höher aus als die im Januar geschätzten 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

+++ 6.30 Uhr: Studie: Nur noch Deutschland bietet gebührenfreie Hochschulbildung +++

Private, gewinnorientierte Hochschulen und Universitäten mit teils saftigen Studiengebühren sind nach einer neuen Studie weltweit auf dem Vormarsch. "Deutschland ist das einzige Land, in dem die Politik noch immer an einer beitragsfreien öffentlichen Hochschulbildung für nahezu alle Studierenden festhält", heißt es in dem Vergleichsreport einer US-Wissenschaftlergruppe im Auftrag der Körber-Stiftung (Hamburg). Hierzulande erhebe entgegen dem globalen Trend weiterhin "nur eine verschwindend kleine Zahl privater Bildungsinstitute Gebühren". Der Privathochschulsektor boome "vor allem in den Ländern, in denen es nicht gelingt, die Nachfrage durch öffentliche Hochschulen und andere staatliche Bildungseinrichtungen zu decken", schreiben die Autoren der Studie. "Private Anbieter füllen die Lücken schnell. Die Qualität und der Nutzen ihrer Angebote variieren dabei stark."

+++ 6 Uhr: Tesla rutscht wieder in rote Zahlen +++

Der US-Elektroautobauer Tesla ist wieder in die roten Zahlen gerutscht. In seinem am Mittwoch vorgelegten Quartalsbericht meldete das Unternehmen wieder einen Verlust. Beim Umsatz konnte Tesla die Erwartungen allerdings übertreffen. Insgesamt lag der Umsatz im vierten Quartal bei 2,3 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro), ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (1,2 Milliarden Dollar). Der Nettoverlust betrug 121 Millionen Dollar, vor einem Jahr waren es 320 Millionen Dollar. Im dritten Quartal hatte Tesla jedoch noch einen Gewinn von 22 Millionen Dollar verbucht.

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+++ 5.30 Uhr: Sammelabschiebung nach Afghanistan +++

Erneut sind abgelehnte Asylbewerber von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben worden. Das Flugzeug mit 18 Flüchtlingen an Bord erreichte Kabul aus München kommend am Donnerstagmorgen um kurz nach 7.15 Uhr (Ortszeit). Nach Angaben von Quellen, die die Ankunft beobachteten, wirkte einer der Passagiere krank oder geschwächt, er musste von zwei Helfern gestützt werden. Bis zum Schluss waren afghanische Behörden nicht voll im Bild über die Zahl der Ankömmlinge. Beobachter des Geschehens sagten, dass Vertreter des Flüchtlingsministeriums erst kurz vor Ankunft des Fluges eine Liste mit allen Passagieren bekamen. Die Flughafenpolizei ging noch am Morgen von 30 Passagieren aus. Afghanische Behörden hatten bereits zuvor über unzureichende Informationen über die Abschiebeflüge von deutscher Seite geklagt. Von deutscher Seite waren aber auch Klagen über die verspätete Bearbeitung von Papieren der Afghanen zu hören gewesen.

+++ 5 Uhr: Nordkorea kritisiert erneut Malaysias Vorgehen im Fall Kim Jong Nam +++

Nordkorea hat nach der mutmaßlichen Ermordung des Halbbruders von Machthaber Kim Jong Un erneut die Behörden in Malaysia kritisiert und dessen Regierung "dunkle Zwecke" unterstellt. Das ungerechtfertigte Verhalten Malaysias falle mit "einer gegen die Volksrepublik gerichten verschwörerischen Gaunerei Südkoreas" zusammen, zitierten die Staatsmedien am Donnerstag eine Erklärung des Juristen-Komitees. Der erste Sohn des 2011 gestorbenen Diktators Kim Jong Il, Kim Jong Nam, wurde am Montag vergangener Woche am Flughafen von Kuala Lumpur mutmaßlich Opfer eines Giftanschlags.

Südkorea vermutet, dass Pjöngjang hinter seinem Tod steckt. Die malaysische Polizei hatte bislang nicht direkt Nordkorea für den Tod des 45-Jährigen verantwortlich gemacht. Jedoch sucht sie nach mehreren möglichen Tatbeteiligten, die alle nordkoreanische Pässe besitzen sollen. Nordkorea nannte Kim Jong Nam am Donnerstag nicht beim Namen. Ein nordkoreanischer Bürger mit einem diplomatischen Pass sei auf dem Flughafen in "Schockstarre" verfallen und an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, hieß es. 

+++ 1 Uhr: Turbine explodiert - Flughafen in Sao Paulo gesperrt +++

Unmittelbar vor dem Start ist bei einem Flugzeug im brasilianischen São Paulo am Mittwochabend (Ortszeit) eine Turbine explodiert. Die Maschine der Fluggesellschaft Latam (Flugnummer JJ3264) sollte nach Belo Horizonte fliegen, berichtete das Portal "O Globo". Niemand sei verletzt worden. Videoaufnahmen zeigten, wie die Flughafenfeuerwehr den Brand löschte. Der Inlandsflughafen Congonhas wurde vorübergehend geschlossen und mehrere Flüge wurden gestrichen.

+++ 00.05 Uhr: Weiter kräftiges Steuerplus bei Staatskassen +++

Der Staat hat auch zu Beginn dieses Jahres von einem kräftigen Steuerplus profitiert. Im Januar sind die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen (ohne reine Gemeindesteuern) um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 46,57 Milliarden Euro gestiegen, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Vor allem die Lohnsteuer sowie die Steuern vom Umsatz seien kräftig gestiegen, heißt es darin. Deutlich zugelegt hätten auch die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag. Die von Aktiengesellschaften und GmbH zu zahlende Körperschaftsteuer verzeichnete dagegen wegen eines hohen Vorjahreswertes einen hohen Rückgang.

Für das Gesamtjahr 2017 wird bisher ein Steuerplus für den Gesamtstaat von 2,9 Prozent erwartet. Die nächste Steuerschätzung mit einer neuen Einnahmeprognose steht Anfang Mai an. Von steigenden Steuereinnahmen haben im vergangenen Jahr auch die Länder profitiert: Insgesamt erzielten sie einen Überschuss von 8,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei dies eine Verbesserung um sechs Milliarden Euro, hieß es. 

feh/tkr / DPA / AFP