Nach Bombendrohungen
Polizei gibt Hauptbahnhöfe in Bremen und Augsburg wieder frei

Hauptbahnhof in Bremen
Am Hauptbahnhof in Bremen (Archivbild) kam es zu einer Sperrung – das Gleiche gilt für Augsburg
© Eckhard Stengel / Imago Images
Die Polizei hat die Hauptbahnhöfe von Bremen und Augsburg durchsucht. In beiden Städten gab es Drohungen. Nun läuft der Zugverkehr dort wieder an.

Der wegen einer Bombendrohung abgesperrte Bremer Hauptbahnhof ist wieder freigegeben worden. Der Einsatz sei beendet, teilte die Polizei mit. Es bestehe keine Gefahr, sagte eine Sprecherin. Das Gebäude sei wieder ohne Einschränkungen zugänglich. Zuvor hatte ein spezieller Roboter der Bundespolizei einen Gegenstand auf einem Gleis untersucht und geröntgt. Nun versuchen die Beamten zu klären, wer für die Bombendrohung verantwortlich ist. Ein Anrufer hatte über den Zentralruf der Polizei mitgeteilt, Sprengstoff sei im Hauptbahnhof abgelegt worden.

Nach dem Anruf am frühen Nachmittag wurde der Hauptbahnhof geräumt, alle Menschen mussten das Gebäude verlassen. Die Züge standen still und der Bahnhof wurde abgesperrt. Hunderte Menschen mit Gepäck warteten vor dem Gebäude, wie eine DPA-Reporterin berichtete. Demnach war die Stimmung bei den Reisenden überwiegend ruhig und unaufgeregt. Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr waren mit Einsatzkräften und Fahrzeugen vor Ort. Mindestens ein Polizeihund war zu sehen. Ein Wagen der Bahn mit der Aufschrift Notfallmanagement parkte nahe dem Gebäude. Spezialkräfte untersuchten das Gebäude, Sprengmittel wurden nicht gefunden. 

Die Bombendrohung und Sperrung sorgten bei der Bahn für Verzögerungen und Verspätungen. Züge konnten den Bremer Bahnhof vorübergehend nicht anfahren und verlassen. Nachdem der Bahnhof wieder freigegeben wurde, fuhren die Züge wieder. Allerdings gab es zunächst deutliche Verspätungen von teilweise rund zwei Stunden. 

Augsburger Hauptbahnhof wieder freigegeben

Wegen eines größeren Polizeieinsatzes nach einer Drohung ist der Augsburger Hauptbahnhof für den Bahnverkehr gesperrt worden. Der Bahnhof sei geräumt und mit Polizeihunden abgesucht worden, teilte die Polizei auf X mit. Nach etwas mehr als einer Stunde gaben die Beamten Entwarnung: „Es wurde nichts Verdächtiges aufgefunden.“ Kurze Zeit später wurde der Bahnhof wieder freigegeben.

Die Bahn teilte auf ihrem Störungsportal mit, Züge von und nach Augsburg seien wegen des Einsatzes vorerst zurückgehalten worden. Nach dem Ende der Absuche rechnete eine Bahnsprecherin damit, dass sich der Zugverkehr „zeitnah wieder normalisieren“ werde. Laut Polizei fuhren die Straßenbahnen in Augsburg weiter, auch der Autoverkehr war demnach nicht beeinträchtigt.

Auf die Frage nach einem möglichen Zusammenhang der beiden Vorfälle wollte sich ein Polizeisprecher in Augsburg zunächst nicht äußern. Die Polizei ermittle zu den Hintergründen.

Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

DPA
lw/tkr

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