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BEKLEIDUNG: Gerry Weber wächst entgegen dem Branchentrend

In den ersten sechs Monaten des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 192,6 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 7,7 Prozent auf 17,9 Millionen Euro.

Der Textilhersteller Gerry Weber AG hat im ersten Halbjahr entgegen dem Branchentrend zugelegt und für das Gesamtjahr die Ergebnisprognose bekräftigt. Bedingt durch eine geringere Steuerquote erhöhte sich der Überschuss den Angaben nach überproportional um 17,2 Prozent auf 10,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand des Herstellers von Damenoberbekleidung unverändert von Umsatz- und Ergebniszuwächsen aus. Der Umsatz soll demnach um sieben Prozent steigen und die Ebit-Marge 9,3 Prozent erreichen. Im Geschäftsjahr 2000/01 setzte der Konzern 395,6 Millionen Euro um und erzielte einen Überschuss von 16,6 Millionen Euro.

Kapitalerhöhung erfolgreich plaziert

Wie die im MDax gelistete Gesellschaft weiter mitteilte, konnte die Kapitalerhöhung trotz der schwierigen Marktsituation dank einer großen Nachfrage erfolgreich realisiert werden. Insgesamt wurden knapp 1,5 Millionen neue Aktien mit einem Nennwert von einem Euro zum Stückpreis von 7,50 Euro platziert. Das gesamte Ausschüttungsvolumen entspricht wie geplant der Höhe der Sonderausschüttung von etwa elf Millionen Euro.

Gerry Weber hatte für das abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende von 0,31 Euro gezahlt. Darüber hinaus erhielten die Aktionäre eine Sonderdividende von 0,50 Euro je Aktie. Durch die Schütt-aus-Hol-zurück-Aktion wurden das Eigenkapital nicht gemindert und Steuervorteile genutzt. Bei Kapitalgesellschaften ist der Steuersatz auf Dividenden günstiger als die Besteuerung des thesaurierten Gewinns.

Die Aktie gab im frühen Handel um 0,42 Prozent auf 9,46 Euro nach.

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