Börse Das Regelwerk des DAX


Über Auf- und Abstieg in den wichtigsten deutschen Aktienindex DAX entscheiden nur zwei Kriterien.

Das ist zum einen die Marktkapitalisierung, also der Wert der frei handelbaren Aktien eines Unternehmens. Zum anderen spielt der Börsenumsatz eine Rolle: Unternehmen, deren Aktien häufig gehandelt werden, bekommen damit einen höheren Stellenwert.

Entscheidend sind die letzten 20 Handelstage. Erstmals in diesem Jahr werden so genannte weiche Faktoren wie Branchenzugehörigkeit keine Rolle mehr spielen. Damit kann mathematisch anhand der Rangliste berechnet werden, wer auf- oder absteigt. Dabei sind einmal im Jahr vier Schritte nacheinander zu prüfen, alle drei Monate werden zudem die ersten beiden Punkte geprüft:

1.)

Indexwerte, die in einem Kriterium auf einem schlechteren Rang als 45 liegen, werden ersetzt, sofern ein Aufsteiger existiert, der sowohl bei Börsenumsatz als auch bei Marktkapitalisierung auf Rang 35 oder besser positioniert ist (Fast Exit).

2.) Unternehmen, die nicht im DAX sind, aber in beiden Kriterien auf Platz 25 oder besser liegen, werden aufgenommen. Herausgenommen wird das Unternehmen, dass in einem Kriterium einen Rang schlechter als 35 aufweist. Existieren mehrere Unternehmen, entscheidet die geringste Marktkapitalisierung. Existiert kein solches Unternehmen, wird der Wert mit der geringsten Marktkapitalisierung genommen (Fast Entry).

3.)

Indexwerte, die in einem Kriterium schlechter als Rang 40 liegen, müssen ersetzt werden, wenn ein Aufsteiger existiert, der in beiden Kriterien auf Rang 35 oder besser platziert ist (Regular Exit).

4.)

Nicht im DAX enthaltene Unternehmen, die in beiden Kriterien auf Rang 30 oder besser liegen, müssen aufgenommen werden, sofern ein Absteiger existiert, der in einem Kriterium einen Rang größer als 35 aufweist (Regular Entry). (dpa)

DPA

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