Elektronikbranche Philips schreibt wieder schwarze Zahlen


Nach einem Rekordverlust im Jahr 2002 ist Europas größter Konzern für Unterhaltungselektronik wieder zurück in den schwarzen Zahlen. Der Umsatz für 2003 litt allerdings unter der Eurostärke.

Nach einem Rekordverlust im Jahr 2002 schreibt Europas größter Unterhaltungselektronikkonzern Philips wieder schwarze Zahlen. Das niederländische Unternehmen erwirtschaftete im vierten Quartal 2003 einen Gewinn von 598 Millionen Euro - im gleichen Zeitraum des Vorjahres gab es noch einen Verlust von 1,53 Milliarden Euro. Wesentlicher Grund für die Ergebnisverbesserung war, dass Philips im abgelaufenen Jahr weniger Geld für Umstrukturierungen und Abschreibungen aufwenden musste.

Tagesgeschäft zog an

Aber auch das Tagesgeschäft hat wieder angezogen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. So stieg der operative Gewinn im vierten Quartal um 8 Prozent auf 608 Millionen Euro. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 9,02 Milliarden Euro zu. Philips-Chef Gerard Kleisterlee führte dies auf Einsparmaßnahmen und ein Wiederanziehen des Halbleiter-Marktes zurück. Zudem habe das Geschäft mit der Unterhaltungselektronik in den USA im vierten Quartal die Verlustzone verlassen. "Nun haben wir die Aufgabe, diese Dynamik aufrechtzuerhalten, und gleichzeitig unsere Erträge im Jahresverlauf kontinuierlich zu verbessern."

Gewinn höher als von Experten erwartet

Im Gesamtjahr wies Philips einen Gewinn von 695 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 3,2 Milliarden im Jahr 2002. Der Umsatz ging vor allem auf Grund des schwachen Dollar um 8,7 Prozent auf 29,0 Milliarden Euro zurück. Ende 2003 beschäftigte der Konzern 170.000 Mitarbeiter weltweit.

Analyst Marc Kennis von Van Lanschot Bankiers bezeichnete das Ergebnis als "robust". Das Halbleiter-Geschäft von Philips laufe besser als das der meisten Konkurrenten. Die Philips-Aktien legten im frühen Handel um knapp 2 Prozent zu.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker