Noch ein Küchengerät – braucht’s das? Im Falle eines Sandwichmakers könnte die Antwort durchaus positiv ausfallen. Zum Beispiel, wenn Sie sich für ein Kombigerät entscheiden. Mit diesen Modellen können Sie nämlich auch köstliche Waffeln oder Panini zubereiten. Aber auch die reinen Sandwichmaker sind ein Gewinn in der Küche, wenn es um schnelle, heiße Snacks in verschiedensten Geschmacksvarianten geht. Denn bei der Füllung können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Uns ist sogar ein Rezept für Wiener-Würstchen-Sandwiches untergekommen! Sie können also auf vieles zurückgreifen, was der Kühlschrank hergibt, und auch Reste noch schmackhaft verwerten.
Sandwichmaker: Diese Geräte haben wir getestet
Weitere lohnende Sandwichmaker
Diese Sandwichmaker haben wir nicht selbst getestet, dennoch :
Fazit: Diese Sandwichmaker konnten im Test überzeugen
Zum Testsieger küren wir den Sandwichmaker ST 1800 von Rommelsbacher. Verdient hat er sich das unter anderem mit der Möglichkeit, gleich vier Sandwiches auf einmal in kurzer Zeit und mit ausgezeichnetem Ergebnis zuzubereiten. Die UVP von knapp 100 Euro rechtfertigt aber auch die Bedienfreundlichkeit: Hier hat das Gerät die Nase dank Display, Timer und Signaltönen ganz weit vorn – mehr geht nicht.
Dank einer UVP von rund 55 Euro konnte sich der Philips 5000 HD2350 zu unserem Preis-Leistungs-Tipp aufschwingen. Er bietet Platz für zwei Sandwiches im Standardformat, die er gleichmäßig knusprig bäckt. Und nicht nur das: Dank zweier zusätzlicher Plattensets bereitet er auch Panini und Waffeln zu. Wie teurere Geräte erleichtert er die Bedienung mit einem Ein-Aus-Schalter.
Mit seinem rauen Charme hat es der Krups Iconic FDK461 zum Design-Tipp gebracht. Er kann aber noch mehr als gut aussehen und produziert knusprige Sandwiches, die dank tiefer Backplatten auch dicker ausfallen dürfen. Für eine einfache Handhabung sorgen der leichtgängige Verschlussclip und der Ein-Aus-Schalter. Prima: Auch die Reinigung macht wenig Arbeit.
Über die Testerin
Nichts geht über ein Butterbrot, wenn der Magen plötzlich durchhängt. Dachte ich, bis diverse Sandwichtoaster zum Test bei mir eintrudelten. Denn die Geräte veredeln herkömmliche Stullen so, dass sie durchaus als warme Mahlzeit durchgehen – egal zu welcher Tageszeit. Brote aus dem Sandwichmaker sind schnell gezaubert, wenn Sie etwa nach der Arbeit nicht noch groß kochen möchten oder die Kinder hungrig vom Spielen heimkommen. Eine frische Beilage wie Salat dazu, und schon ist die Mahlzeit komplett. Ich jedenfalls habe während der Tests viel seltener gekocht …
Weitere Informationen über Birgit Lachmann
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle Sandwichmaker
| Rommelsbacher ST 1800 | Philips 5000 HD2350 | Krups Iconic FDK461 | WMF Lono Sandwich-Toaster | Severin Multi-Sandwich-Toaster SA 2968 | Tefal Ultracompact 3-in-1 SW383D | Bestron XL Sandwichmaker* | Cloer 6269 Sandwichmaker* | Proficook Sandwichmaker PC-ST 1092* | Russell Hobbs Multifunktionsgerät 3-1 26810-56* | |
| Gesamteindruck (max. 5 Sterne) | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Testsieger | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Preis-Leistungs-Tipp | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Design-Tipp | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Sandwiches pro Durchgang | 4 x XL-Format | 2 x Standard-Format | 2 x XL-Format | 2 x XL-Format | 2 x Standard-Format | 2 x Standard-Format | 2 x XL-Format | 4 x XL-Format | 2 x XL-Format | 2 x Standard-Format |
| Leistung (Watt)* | 1800 | 750 | 850 | 800 | 1000 | 700 | 900 | 1800 | 900 | 750 |
| Ein-Aus-Schalter | ja | ja | ja | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Kontrollleuchte(n) | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 2 |
| Display | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Timer | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Signalton | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Abmessungen (TxBxH) in cm | 31,5 x 36,5 x 13 | 23,9 x 23,9 x 11,1 | 23,4 x 26,5 x 10,8 | 23,6 × 23,6 × 8,8 | 23 x 23,5 x 9,5 | 26,2 x 29 x 16 | 30 x 25 x 12 | 28,5 x 36,5 x 11,5 | 24,5 x 30 x 10,5 | 24 x 25 x 11,3 |
| Gewicht in kg | 3,7 | 2,3 | 2,65 | 2,53 | 2,17 | 3 | 1,5 | 2 | 1,6 | 2,52 |
| Kabellänge bis Stecker in m | 1,25 | 0,7 | 0,83 | 1 | 0,77 | 1 | 0,72 | 0,93 | 1 | 0,9 |
| Kabelaufwicklung | ja | ja | ja | ja | nein | ja | nein | ja | ja | ja |
| Wechselplatten | nein | ja | nein | nein | ja | ja | nein | nein | nein | ja |
| Preis (UVP) | 99,99 Euro | 55,99 Euro | 69,90 Euro | 94,99 Euro | 49,99 Euro | 69,99 Euro | 49,95 Euro | 55,37 Euro | 44,95 Euro | 41,99 Euro |
* Herstellerangabe
So haben wir die Sandwichmaker ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Sandwichmaker-Test ausgewählt:
- Marken- bzw. bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- unterschiedliche Preisklassen und Ausstattungen
- Gute Verfügbarkeit in bekannten Onlineshops wie Amazon oder Otto
- UVP bis 100 Euro
So haben wir die Sandwichmaker getestet
Zuerst packen wir aus. Ist alles Zubehör an Bord? Bei den Geräten mit Mehrfachfunktion betrifft dies die Wechselplatten. Überzeugt die Optik und macht die Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck? Wir prüfen, ob Größe und Gewicht alltagstauglich sind und ob das Gerät Schäden aufweist. Hat der Hersteller durch Gummierungen für einen festen Stand gesorgt und ist eine Kabelaufwicklung vorhanden?
Anschließend nehmen wir die Bedienung unter die Lupe: Wie intuitiv lässt sich der Sandwichtoaster handhaben? Gibt es Signaltöne, Kontrolllichter, einen Ein-Aus-Schalter? Können wir den Deckel problemlos schließen und bei den entsprechenden Geräten die Backplatten einfach wechseln? Am Ende steht das wichtigste Kriterium: das Backergebnis. Werden die Brote außen knusprig, innen warm, und ist der Käse geschmolzen? Sorgen die Platten für eine gleichmäßige Bräunung? Wir testen mit Toast in Standard- und XL-Größe. Und nach dem Essen zeigt sich, wie gut sich die Geräte reinigen lassen – ein entscheidender Punkt im Küchenalltag.
1. Mit allem Pipapo: Rommelsbacher ST 1800
Optik
Der anthrazitfarbene Sandwichmaker von Rommelsbacher ist klar das größte Gerät im Testfeld: Mit 31,5 x 36,5 x 13 Zentimetern empfiehlt er sich eher nicht für kleine Küchen, dafür aber für viele Esser: Das Gerät beherbergt gleich vier antihaftbeschichtete Toastplatten für Sandwiches im XL- oder Normalformat. Zugleich kann ihm in puncto Bedienung kein Konkurrent im Testfeld etwas vormachen: Die Ausstattung reicht hier von vier silberfarbenen Knöpfen für verschiedene Funktionen, darunter ein An-Aus-Knopf, über Kontrollleuchten bis hin zu einem Display. Das 3,7 Kilogramm schwere Gerät ruht auf gummierten Füßen, sein Kabel ist mit 1,25 Metern extralang. Den schweren, leicht gewölbten Deckel öffnen wir nach einem Druck auf die leichtgängige Entriegelungstaste am massiven, hervorspringenden Griff. Insgesamt macht das Gerät einen äußerst soliden Eindruck.
Sandwiches zubereiten
Nach einem Druck auf die Starttaste signalisieren ein Hinweiston und das Aufleuchten der „Power“-Leuchte den Start des Aufheizmodus und wir bereiten unsere normal großen und XL-Sandwiches vor. Um den massiven Deckel zu öffnen, genügt ein leichter Druck auf den Entriegelungsknopf, zum Schließen des mit Sandwiches gefüllten Geräts braucht es etwas Nachdruck, bis die Verriegelung mit einem Klick einrastet. Das Display zeigt eine Röstdauer von drei Minuten an, die wir noch anpassen könnten. Wir belassen es dabei, drücken auf „Start“ und sehen zu, wie das Gerät die Zeit herunterzählt. Mit der „Extra“-Taste rösten wir unsere Stullen noch 30 Sekunden lang nach. Das Brot hat eine schöne, gleichmäßige Bräunung und ist angenehm knusprig, der Käse schön geschmolzen. Ein wenig davon ist auch ausgetreten, aber dank der Beschichtung bleibt nichts an den Platten kleben.
Reinigung
Der große Rommelsbacher ist leicht zu reinigen: Da nichts festgebacken ist und lediglich ein paar Brösel zurückblieben, war das Innere des Sandwichmakers mithilfe eines Spülmittellappens schnell geputzt und abgetrocknet. Für den Fall hartnäckiger Rückstände empfiehlt der Hersteller, die Stellen mit etwas Öl zu bepinseln und nach fünf Minuten Einwirkzeit mit einem feuchten Tuch nachzuwischen – aber: In unserem Test war das nicht nötig. Auch fürs Gehäuse, das erfreulicherweise kaum empfänglich für Fingerabdrücke ist, genügt ein Abwischen mit einem feuchten Lappen.
Fazit
Der ST 1800 von Rommelsbacher hat uns schwer beeindruckt, nicht nur mit seiner stolzen Größe und seinem Gewicht. Auch mit den ausgefeilten Möglichkeiten zum Steuern der Röstzeit oder dem Feedback per Signalton und Display weiß der Sandwichtoaster zu überzeugen. Außerdem bereitet er die meisten Klappstullen auf einmal zu. Bis die ersten acht Dreiecke verspeist sind, ist auch bei vielen Essern schon die zweite Lage fertig. Auch nach Gebrauch macht das Gerät wenig Arbeit und ist schnell und einfach zu reinigen. All das ist nicht zum Schnäppchenpreis zu haben: Die UVP liegt bei 99,99 Euro. Das laut Hersteller mögliche senkrechte Verstauen würden wir nur empfehlen, wenn die Deckel-Seite an einer (Schrank-)Wand steht, ansonsten kippt das Gerät allzu leicht um. Doch vermutlich bekommt der rundum gelungene Sandwichmaker ohnehin seinen festen Standplatz in größeren Küchen.
2. Gut ohne Bohei: Philips 5000 HD2350
Optik
Den Deckel des kompakten schwarzen Philips-Sandwichmakers ziert eine Platte in einem matten Chrom-Look, in die auch eine Kontrollleuchte eingelassen ist. Erfreulich: Auch einen Ein-Aus-Schalter gibt es. Zum Öffnen des Geräts ziehen wir sanft am Verschlussclip, der die beiden Hälften zusammenhält – damit sind die Bedienelemente auch schon aufgezählt. Die Toastplatten im Inneren bieten Platz für zwei Sandwiches im Standardformat. Dank Wechselplatten bereitet der Philips aber auch Waffeln oder Panini zu. Dabei steht er sicher auf seinen gummierten Füßen, fürs 70-cm-Kabel gibt es eine integrierte Aufwicklung.
Sandwiches zubereiten
Nach dem Einstecken und Einschalten genügt uns die Zeit zum Vorbereiten der Sandwiches, bis neben dem roten „Aufheizen“-Licht die grüne „Bereit“-Diode aufleuchtet. Die Antihaftbeschichtung tut, was sie soll, und hindert den wenigen ausgetretenen Käse daran, an den Toastplatten hängen zu bleiben. Wir versuchen es erst einmal mit drei Minuten Backzeit, geben dann aber noch eine Minute zu, bis uns das Ergebnis gefällt und wir nach dem Trennen per Messer vier schmackhafte, gleichmäßig gebräunte Dreieck-Sandwiches genießen können.
Reinigung
Die Plattensätze können wir zum Reinigen entnehmen; dazu lösen wir die Verriegelungen mit den Daumen, sodass wir sie abheben können – da sie nicht deutlich herausspringen, ist das etwas fummelig. Zum Säubern der Platten genügt etwas Spülwasser, für die Maschine eignen sich die Einsätze nicht. Zum Reinigen der inneren Ränder des Gehäuses verwenden wir ein leicht feuchtes Tuch mit einem Tropfen Spülmittel. Tritt viel Käse aus oder liegen Sandwiches schief im Gerät, können Reste am Rand festbacken – diese sollten Sie sofort vorsichtig mit einem Küchenkrepp entfernen, solange das Gerät noch heiß ist –, sonst werden sie fest und sind nur noch schwer zu entfernen. Das gilt für alle Geräte mit Wechselplatten. Die matt silberfarbene Deckel-Einlage des Philips ist erstaunlicherweise kaum empfänglich für Fingerabdrücke, einfaches feuchtes Ab- und Trockenwischen genügt.
Fazit
Ohne großes Bohei bereitet der Philips-Sandwichmaker knusprige Sandwiches zu. Das Gerät sieht gut aus und bringt einen Ein-Aus-Schalter mit, sodass es nach Gebrauch nicht jedes Mal ausgesteckt werden muss. Das Kabel ist allerdings etwas kurz geraten. Gut gefallen uns wiederum der leichtgängige Verschlussclip, die integrierte Kabelaufwicklung und die Möglichkeit, den Sandwichmaker platzsparend vertikal lagern zu können. Ein anständiges Gerät zum mittleren Preis.
3. Mit herbem Charme: Krups Iconic FDK461
Optik
Schwarz, eckig, in den Deckel eingeprägter Markenname: Der Krups Iconic FDK461 wirkt, als könnte ihm nichts und niemand etwas anhaben. Uns gefällt er mit seinem etwas martialischen Chic. Das geöffnete Gerät gibt extratiefe, extragroße, keramikbeschichtete Platten für zwei Sandwiches preis, die auch größere Kaliber aufnehmen. An der Vorderseite präsentiert der Sandwichmaker einen Ein-Aus-Schalter sowie eine Betriebs- und eine Temperatur-Kontrollleuchte. Auf der Rückseite besitzt das Gerät eine Stütze mit integrierter Kabelaussparung, auch eine Vorrichtung zum Aufwickeln des Kabels ist vorhanden. Antirutschfüße verhindern ein Verschieben des Geräts. Fazit der Sichtprüfung: gediegen!
Sandwiches zubereiten
Da der Krups Toastscheiben in Standardgröße und im XL-Format schluckt, entscheiden wir uns für zwei große und zwei normale Sandwichscheiben. Den Verschlussclip des recht schweren Deckels öffnen wir ganz easy mit einem Fingertipp. Dessen Griff aus rauem Kunststoff ist allerdings nicht gerade ein Handschmeichler. Gemäß Herstellerempfehlung bestreichen wir die Toastscheiben außen mit Butter; die bestrichenen Seiten zeigen zu den Backplatten. Bis der Deckel schließt, müssen wir schon ein bisschen Druck ausüben.
Nach drei Minuten war uns das XL-Sandwich teils noch etwas zu hell, sodass wir eine Minute zugaben. Ergebnis: Der Käse war in beiden Exemplaren geschmolzen, wie er sollte, die kleineren Toasts waren auch sauber in zwei Dreiecke getrennt, während wir bei den größeren Scheiben noch etwas mit einem Messer nachhelfen mussten. Die außenliegende Seite des XL-Toasts blieb zudem etwas heller als ihr Gegenstück. Knusprig und gut, wenn auch mit viel Buttergeschmack, waren alle Sandwiches. Wer’s weniger fettig mag, bekommt auch ohne Außenaufstrich krosse, heiße Stullen.
Reinigung
Im Gerät blieben keine Reste hängen, lediglich ein paar Brotkrümel fanden sich – da hat die Antihaftbeschichtung ihr Können bewiesen. Zum Reinigen der Platten genügten ein feuchter Lappen mit etwas Spülmittel und anschließendes Abtrocknen. Das Gehäuse war nach Benutzung noch völlig sauber, es ist auch nicht empfindlich für Fingerabdrücke – angenehm! Sie können es aber, wenn nötig, mit einem feuchten Tuch abwischen.
Fazit
Für eine UVP von 69,90 Euro bekommen Sie mit dem Krups Iconic ein robustes, wertiges Gerät, das krosse Sandwiches produziert – auch in XL. Die Bedienung ist dank Ein-Aus-Schalter und zwei Kontrollleuchten denkbar einfach, und auch die Reinigung gelingt problemlos. Erfreulich auch, dass das Gehäuse unempfindlich gegen Flecken wie Fingerabdrücke ist. Wer wie wir das eigenwillige Krups-Design schätzt, wird seine Freude an dem Sandwichtoaster haben. Der lässt sich übrigens auch stehend aufbewahren und braucht dadurch weniger Stauraum.
4. Nichts zu meckern: WMF Lono Sandwich-Toaster
Optik
Der Sandwichmaker von WMF stammt aus der Lono-Serie und glänzt wie viele Küchengeräte des Herstellers in Edelstahl. Ins Gerät passen zwei Sandwiches im XL- oder Standardformat. In den Kunststoffsockel mit vier Gummifüßchen hat der Hersteller die Kabelaufwicklung integriert, sogar ein Steckerfach gibt es. Der Entriegelungsknopf sitzt innen am Griff des Deckels. Weitere Bedienelemente sind ein An-Aus-Knopf mit umlaufender LED sowie ein kleiner Schieberegler, der bei offenem Gerät am Griff sichtbar wird – dazu später mehr. Am Deckel des wertig wirkenden Geräts fallen außerdem Lüftungsschlitze auf.
Sandwiches zubereiten
Nach dem Öffnen des Geräts mit der leichtgängigen Entriegelung bestreiten wir die erste Runde mit zwei Käsesandwiches in normaler Dicke. Die gelingen dem Gerät tadellos, sie sind nach drei Minuten gleichmäßig braun und knusprig und der Käse ist geschmolzen. Jetzt probieren wir die Besonderheit des Sandwichmakers aus: die Höhenverstellung für dickere Stullen. Dazu wählen wir die dritte Position des oben erwähnten Schiebeverschlusses für die maximale Dicke und produzieren ein Sandwich aus drei Toastscheiben. Et voilà, auch dieser Brummer ist nach drei Minuten gleichmäßig braun mit geschmolzener Käsefüllung, aber relativ weich und innen nicht allzu heiß. Eine weitere Minute Backzeit schafft Abhilfe und sorgt zusätzlich für mehr Crunch und Geschmack durch deutlichere Röstaromen. Einziger echter Malus: Beim Hochheben des geschlossenen Geräts ist es uns mehrmals passiert, dass wir die Verriegelung lösten – das ist bauartbedingt fast nicht zu vermeiden. Das Gerät klappt dann auf und der untere Teil des Gehäuses knallt schlimmstenfalls auf die Arbeitsplatte. Zum Umplatzieren oder vertikalen Verstauen des Geräts sollten Sie also besser beide Hände benutzen.
Reinigung
Die großen Backplatten des WMF-Sandwichmakers können wir leicht mit einem feuchten Spülmittellappen säubern, nach dem Abtrocknen sind sie wie neu. Mehr Arbeit macht das Chromgehäuse, das Fingertapser geradezu magisch anzieht. Auch dagegen hilft ein leicht feuchter Lappen mit etwas Spülmittel und anschließendes Abtrocknen bzw. Polieren. Vorsicht, dass kein Wasser in den Lüfter gerät!
Fazit
Da kann man nicht meckern: Edelstahlgehäuse und Toastplatten des Sandwichmakers von WMF machen einen robusten Eindruck, die gefüllten Toasts gelingen top, die Reinigung der Backflächen ist ein Kinderspiel. Dank des integrierten Lüfters bleibt der Gerätedeckel im Betrieb schön kühl. Prima finden wir auch die Möglichkeit, dank flexibler Höhenverstellung extradicke Sandwiches zu toasten.
5. Elementar: Severin Multi-Sandwich-Toaster SA 2968
Optik
Severin hat uns einen kompakten schwarzen Sandwichmaker namens SA 2968 zum Test geschickt. Nur am Deckel gibt es ein Metallelement, aus dem sich eine leicht gewölbte Kontrollleuchte erhebt. Ein Verriegelungsclip hält die beiden Hälften des Geräts zusammen. An den beiden vorderen Standfüßen ist eine Gummierung für einen besseren Stand angebracht. Im Paket liegen auch zwei Sätze Wechselplatten für die Zubereitung von Waffeln bzw. Panini oder auch Fleisch. Wenig ambitioniert präsentiert sich die restliche Ausstattung: Das Kabel des Sandwichmakers misst ca. 77 Zentimeter, eine Kabelaufwicklung gibt es nicht, ebenso wenig einen Ein-Aus-Schalter.
Sandwiches zubereiten
Wir bereiten zwei Sandwiches in Standardgröße vor, während der Severin nach dem Einstecken zunächst das Aufheizen mit seiner roten Kontrollleuchte anzeigt und dann mit einem grünen Leuchten signalisiert, dass wir mit dem Backen loslegen können. Nach dem Einlegen der Stullen ist es nicht einfach, den Deckel so weit herunterzudrücken, dass wir die Verriegelung festklicken können – diese rastet nämlich nicht von allein ein. Nach drei Minuten sehen wir nach und befinden die Sandwiches als recht angenehm gebräunt; allerdings ist einiges an Käse ausgetreten – erwartbar, nachdem wir die Sandwiches beim Schließen des Deckels ziemlich zusammenquetschen mussten. Die beschichteten Toastplatten erfüllen aber ihren Zweck, sodass beim Entnehmen der Stullen nichts hängen bleibt. Das Backergebnis überzeugt, die Sandwiches sind außen kross und der Käse ist schön geschmolzen.
Reinigung
Da die Platten entnehmbar sind, können wir sie einfach in Spülwasser abwaschen; in die Spülmaschine dürfen sie nicht. Die inneren Ränder des Gehäuses bekommen wir mit einem feuchten Spülmitteltuch sauber. Bei Wechselplatten-Modellen kann es vorkommen, dass Reste am Rand festbacken: Entfernen Sie diese am besten sofort vorsichtig mit Küchenkrepp vom noch heißen Gerät – sind sie einmal getrocknet, wird die Reinigung aufwendig. Da sich die glänzende Deckelplatte in Chrom-Optik leicht Fingerabdrücke einfängt, behandeln wir sie ebenfalls mit dem Spülmittellappen und reiben sie anschließend trocken. Polieren mit einem Mikrofasertuch funktioniert ebenso gut.
Fazit
Ein Sandwichmaker soll vor allem eines: gute Sandwiches backen. Das gelingt dem Severin durchaus. Den Weg dorthin hätte der Hersteller aber einfacher gestalten können: etwa mit tieferen Mulden in den Toastplatten, damit wir beim Schließen des Geräts weniger Kraft aufwenden müssen. Dass der Verschluss nicht automatisch einrastet, empfinden wir ebenfalls als unpraktisch. Auch ein Ein-Aus-Schalter hätte den Bedienkomfort erhöht. Und beim vertikalen Verstauen wäre eine Kabelaufwicklung praktisch gewesen. Für diesen Bedienkomfort scheint uns eine UVP von knapp 50 Euro etwas überambitioniert.
6. Dreierkombi: Tefal Ultracompact 3-in-1
Optik
Der Sandwichmaker von Tefal ähnelt mit seinem schwarzen Gehäuse dem Deckeleinsatz in Chrom-Optik anderen Kandidaten im Testfeld, bis hin zu den Kontrollleuchten in Rot und Grün. Ein schmaler Verriegelungsclip hält das Gerät zusammen. Auf einen Ein-Aus-Schalter hat der Hersteller verzichtet. Praktisch: Der hintere Fuß des Geräts dient zugleich als Aufwicklung für das mit einem Meter recht lange Kabel, an den zwei vorderen Standfüßen ist eine Gummierung gegen Verrutschen angebracht. Das Gerät hat neben Backplatten für zwei Sandwiches auch Plattensets für Panini und Waffeln im Gepäck. Da es auch vertikal stehen kann, macht es sich im Schrank schön klein.
Sandwiches zubereiten
Die Zeit, bis der Sandwichmaker nach dem Einstecken vom Aufheiz-Modus (rotes Lämpchen) in den Bereit-Zustand (grünes Lämpchen) schaltet, genügt, um zwei Sandwiches im Standardformat vorzubereiten. Nachdem wir sie ins Gerät gelegt haben, drücken wir den Deckel mit etwas Kraft herunter, bis der Verschluss einschnappt. Nach den üblichen drei Minuten sehen wir nach und stellen fest, dass die nach außen zeigenden Dreiecke um einiges heller sind als der Rest. Wir geben daher noch minutenweise Zeit zu, bis uns der Röstgrad der hellen Teile nach fünf Minuten gefällt. Die innen liegenden Dreiecke sind da schon fast überreichlich gebräunt und die Sandwiches haben recht harte Ränder, was sich beim Auseinanderschneiden und Hineinbeißen unangenehm bemerkbar macht. Geschmacklich sind sie in Ordnung.
Reinigung
Mit je einem Entriegelungsknopf pro Seite können wir die Backplatten einfach lösen und in Spülwasser reinigen. Laut Hersteller dürfen die Platten aber auch in die Maschine. Ein leicht feuchter Spülmittellappen sorgt für Sauberkeit der inneren Gehäuseränder. Bei Geräten mit Wechselplatten können schon mal Reste am Rand festbacken. Am wenigsten Arbeit macht es, wenn Sie diese schon vor dem Auskühlen des Geräts vorsichtig entfernen. Der Deckel in Chrom-Optik ist sehr anfällig für Fingerabdrücke, wir bekommen ihn aber mit einem feuchten Spülmittellappen und anschließendem Abtrocknen wieder glänzend. Alternativ hat auch ein Mikrofasertuch gut funktioniert.
Fazit
Am Kombigerät von Tefal gefällt uns die Ausstattung mit einem langen Kabel plus Aufwicklung und zwei gummierten Antirutsch-Füßen für einen sicheren Stand. Auf der Habenseite stehen auch die drei spülmaschinenfesten Backplatten-Sätze, die wir leicht austauschen können. Vermisst haben wir einen Ein-Aus-Schalter. Wenig zufrieden sind wir mit dem Backergebnis: Die Sandwiches wurden nicht gleichmäßig braun. Die UVP von knapp 70 Euro finden wir für die Leistung zu hoch.
Weitere lohnende Sandwichmaker
1. Bestron XL Sandwichmaker
Den Bestron-Sandwichmaker bekommen Sie in vier Farben, wobei die Variante mit Kupferdeckel besonders heraussticht. Beim Design geht der Hersteller auch sonst eigene Wege und baut das Gerät in einer eleganten, länglichen Form. Ein Verriegelungsclip am Griff sichert den Deckel beim Backen und Anti-Rutsch-Füße sorgen für einen sicheren Stand auf der Arbeitsfläche. Innen bietet der Bestron Platz für zwei XL-Sandwiches, die sich dank Antihaftbeschichtung einfach entnehmen lassen. Kunden loben auch die einfache Reinigung des Geräts. Nach dem Einsatz verstauen Sie den Sandwichmaker mit aufgewickeltem Kabel wahlweise hochkant.
2. Cloer Sandwichmaker 6269
Der Sandwichmaker von Cloer kommt im glänzend-silberfarbenen Kunststoffgehäuse daher. Auffällig sind die stattlichen Abmessungen: Das Gerät ist darauf ausgelegt, vier XL-Sandwiches gleichzeitig zuzubereiten. Extratiefe Sandwichplatten bieten laut Produktbeschreibung ausreichend Platz auch für üppig belegte Toasts. Deren Zubereitung unterstützt auch ein zweistufiger Griffverschluss, der Spielraum bei der Füllhöhe lässt. Zwei Kontrollleuchten zeigen an, wann das Gerät aufgeheizt und einsatzbereit ist. Die antihaftbeschichteten Backflächen sorgen dafür, dass sich die Sandwiches gut lösen lassen und die Reinigung kein Problem darstellt. Wer genügend Platz hat und regelmäßig viele Sandwiches zubereiten möchte, ist mit einer UVP von rund 55 Euro dabei.
3. Proficook Sandwichmaker PC-ST 1092
Der Sandwichmaker von ProfiCook besitzt große und tiefe Backplatten, mit denen Sie Sandwiches von normal groß bis XL zubereiten können – auch mit etwas mehr Belag. Die antihaftbeschichteten Backflächen sorgen dafür, dass sich die Toasts nach dem Backen sauber lösen lassen und die Reinigung einfach von der Hand geht. Eine Betriebs- und Bereitschaftsanzeige signalisiert, wann das Gerät aufgeheizt ist. Nach Gebrauch lässt sich der Sandwichmaker platzsparend hochkant verstauen, eine integrierte Kabelaufwicklung hilft dabei, Ordnung im Schrank zu halten. Insgesamt ein klassischer Sandwichmaker für alle Toastgrößen.
4. Russell Hobbs Multifunktionsgerät 3-in-1 26810-56
Der Sandwichmaker von Russell Hobbs kommt in einem beliebten Design daher: Mattes und glänzendes Schwarz treffen auf einen dezenten Edelstahl-Akzent, der sich hier auch über den Griff zieht. Die laut Produktbeschreibung extratiefen Sandwichplatten lassen auch üppig belegte Toasts zu. Wer mehr will als Sandwiches, wechselt einfach die Platten: Es liegt ein Set für Waffeln bei, ein weiteres Plattenduo soll sich für Panini und sogar zum Grillen eignen. Eine Betriebs- und Temperaturkontrollleuchte zeigt, wenn es losgehen kann. Alle Backplatten sind spülmaschinengeeignet. Wie Kundenrezensionen bestätigen, sind die entnommenen Platten einfach zu reinigen. Nach dem Einsatz verstauen Sie den Sandwichmaker, wenn gewünscht, hochkant. Für sicheren Stand sorgen Anti-Rutsch-Füße. Dazu kommt ein 90 Zentimeter langes Kabel plus Kabelaufwicklung.
Sandwichmaker: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Wie groß soll der Sandwichmaker sein?
Sie haben die Wahl: Es gibt Modelle, die zwei Sandwiches backen, und solche, die gleich vier davon zubereiten können – letztere sind natürlich größer. In kleinen Küchen ist Platz oft Mangelware. Falls Sie also nicht regelmäßig große Mengen herstellen möchten, sollte ein kompaktes Gerät für zwei Sandwiches reichen. Die Maße betragen hier häufig ca. 25 x 25 x 10 cm und die Sandwichmaker passen üblicherweise auch vertikal in den Schrank, sodass sie wenig Stauraum benötigen.
Was ist besser: ein Kombigerät oder ein reiner Sandwichmaker?
Wenn Sie mehr wollen als einen reinen Sandwichmaker, können Sie zu Kombigeräten greifen, die zusätzlich Backplatten für Waffeln oder Panini mitbringen. Nachteil hier kann eine schwierigere Reinigung sein.
Wie leicht sind Sandwichmaker zu reinigen?
Bei reinen Sandwichmakern gibt es keine Ritzen und die beschichteten Backplatten sind üblicherweise so gestaltet, dass nichts so leicht auf einen Kunststoffrand geraten kann. Die Reinigung der Platten mit einem feuchten Spülmittellappen klappt im Normalfall problemlos. Bei Kombigeräten ist insbesondere das Säubern der Wechselplatten einfach: Sie können diese entnehmen und je nach Modell in Spülwasser oder in der Maschine reinigen. Andererseits dürfen die Gehäuse keinesfalls richtig nass werden. Das erschwert die Reinigung im Inneren, wenn mal etwas über den Rand geht und am Gehäuse kleben bleibt oder gar ins Scharnier gerät. Ob mit oder ohne Wechselplatten: Geräte mit glänzenden Oberflächen in echtem Chrom oder Chrom-Optik sind empfindlich für Fingerabdrücke; wer Wert auf makellosen Glanz legt, wienert die Flächen besonders ordentlich.
Wie viel Watt sollte ein guter Sandwichmaker haben?
Die Leistung eines Sandwichmakers beeinflusst, wie schnell und gleichmäßig Ihre Sandwiches gebräunt werden. Kompakte Geräte liegen meist bei etwa 700 bis 800 Watt, während leistungsstärkere Modelle mit über 1.000 Watt arbeiten. Wer es eilig hat oder besonders knusprige Ergebnisse bevorzugt, sollte zu einem Modell mit höherer Leistung greifen. Achten Sie jedoch darauf, dass eine höhere Leistung auch etwas mehr Energie verbraucht.
Welche Beschichtung ist bei Sandwichmakern am besten?
Eine hochwertige Antihaftbeschichtung erleichtert nicht nur das Herauslösen der Sandwiches, sondern auch die Reinigung. Günstige Geräte setzen oft auf einfache Teflon-Schichten, während teurere Modelle langlebigere Keramikbeschichtungen bieten. Wer auf gesundes Braten ohne viel Fett achtet, profitiert von einer guten Antihaft-Oberfläche. Wichtig: Verwenden Sie keine Metallutensilien, um Kratzer und vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.