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ELSTER: Elektronische Steuererklärung kaum schneller

Das Ergebnis bundesweiter Stichproben der Stiftung Warentest: die Elektronische Steuererklärung (Elster) bringt weder große Zeitvorteile, noch fehlerfreie Bescheide.

Weder deutliche Zeitvorteile noch fehlerfreie Steuerbescheide bringt die Elektronische Steuererklärung (Elster) nach Einschätzung von Stiftung Warentest. Wie es in der Oktoberausgabe der Zeitschrift »Finanztest« heißt, ergab eine bundesweite Stichprobe zugleich enorme regionale Unterschiede bei den Finanzämtern: Thüringen legte mit zwei Wochen Bearbeitungszeit einen Rekord vor, das Schlusslicht war Schleswig-Holstein mit knapp 16 Wochen.

Elster nicht schneller

Um herauszufinden, ob die elektronische Steuererklärung schneller und besser arbeitet als das herkömmliche Papierformular, schickten die Experten den Angaben den Angaben zufolge an jedes Finanzamt zeitgleich je zwei vergleichbare Steuerfälle. Das Ergebnis: Elster beschleunigte zwar fast überall die Bearbeitungszeit, aber zumeist nur unwesentlich. In einigen Fällen dauerte die Bearbeitungszeit sogar länger - in Brandenburg fast doppelt, in Niedersachsen bis zu vier Mal so lange.

Angaben nicht immer vollständig

Außerdem kann es trotz Elster Fehler im Steuerbescheid geben, wie die Tester herausfanden. Angaben waren nicht immer vollständig übermittelt worden. Dafür gab es insgesamt weniger Übertragungsfehler, weil die Daten nicht erst umständlich abgetippt werden mussten.

Vorbehalte in den Ämtern

Insgesamt bringt Elster jedoch zu wenig Vorteile, so das Fazit. Es gibt Vorbehalte in manchen Ämtern, Belege und eine unterschriebene Kurzerklärung müssen zusätzlich per Post eingeschickt werden.