Expertentipp Finanzamt an Unfallkosten beteiligen


Arbeitnehmer, die auf dem Weg von oder zur Arbeit mit dem Auto eine Rutschpartie machen und dabei den eigenen Pkw beschädigen, sollten bei allem Ärger die steuerliche Seite nicht aus den Augen verlieren. Darauf hat der Bund der Steuerzahler hingewiesen. Denn unter bestimmten Voraussetzungen kann das Finanzamt an den Unfallkosten beteiligt werden.

Wenn es auf dem Weg zur Arbeit kracht, erhält der Unfallverursacher als Teilkaskoversicherter für den Schaden am eigenen Auto in der Regel kein Geld. Der nicht ersetzte Schaden kann dann aber als Werbungskosten steuermindernd geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Unfallkosten nicht durch den Arbeitgeber ober durch die Haftpflicht- und Kaskoversicherung ersetzt werden.

Steuerlich absetzbar sind auch Schadensersatzleistungen, die der Arbeitnehmer selbst erbringt, um den Schadensfreiheitsrabatt seiner Versicherung nicht zu verlieren. Genauso kann eine Wertminderung steuerlich geltend gemacht werden, wenn der auf dem Arbeitsweg erlittene Schaden am Auto nicht repariert wird.

Wichtig, so der Bund der Steuerzahler, dass dem Finanzamt gegenüber der berufliche Zusammenhang zwischen Fahrt und Unfall begründet werden kann. Auch sollten alle Belege über die Reparatur aufbewahrt werden. Die Belege sollten dann bei der Antragsveranlagung (früher Lohnsteuer-Jahresausgleich) bzw. bei der Einkommensteuererklärung eingereicht werden.


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