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Sundar Pichai: Warum der Google-Chef einen Bonus von 380 Millionen Dollar kassiert

Google-Chef Sundar Pichai kann sich laut Bloomberg diese Woche über eine heftige Sonderauszahlung freuen. Den Rekord knackt er damit aber nicht.

Google-CEO Sundar Pichai

Google-CEO Sundar Pichai beim Weltwirtschaftsforum im Januar

DPA

Für Google-Chef Sundar Pichai gab es schon schlechtere Tage. Am Montagabend verkündete der Google-Mutterkonzern Alphabet hervorragende Geschäftszahlen. Am Mittwoch kann sich der 45-Jährige wohl über die größte Bonuszahlung seiner Karriere freuen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, kann Pichai an diesem Tag ein Aktienpaket im Wert von 380 Millionen US-Dollar (rund 310 Millionen Euro) einlösen.

Das gigantische Aktienpaket mit knapp 354.000 Anteilen hatte er sich bereits 2014 zusichern lassen, als er von Google-Gründer Larry Page zum neuen Produktchef ernannt wurde und zahlreiche seiner Aufgaben übernahm. Page ist heute CEO der Google-Mutter Alphabet, Pichai seit 2015 CEO von Google. Google hat den Bonus für Pichai bislang nicht kommentiert.

Laut Bloomberg ist es eine der größten Einzelauszahlungen an einen Manager der letzten Jahre. Ein Rekord ist es aber nicht. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sackte beim Börsengang seines Unternehmens im Jahr 2012 sogar 2,28 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) ein. Facebooks Vizechefin erhielt kurz darauf Aktien im Wert von 822 Millionen Dollar. Tesla-Chef Elon Musk erhielt 2016 die Summe von 1,34 Milliarden Dollar, wobei er knapp 600 Millionen davon benötigte, um seine Einkommensteuer zu zahlen.

Google-Geschäfte laufen hervorragend

Was man von siebenstelligen Bonuszahlungen an einzelne Manager halten mag, sei jedem selbst überlassen. Fakt ist jedenfalls, dass Pichais Geschäfte hervorragend laufen. Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im ersten Quartal 2018 deutlich mehr Geld verdient als erwartet.

Vor allem dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden Dollar (25,5 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg sogar um 70 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar (rund 7,7 Milliarden Euro). Verantwortlich dafür waren auch die massiven Steuersenkungen der Trump-Regierung. Die effektive Steuerquote von Alphabet sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 20 Prozent auf 11 Prozent. 

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