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Kinder: Anlage Kind Seite 3

Auf der neu hinzugekommenen dritten Seite der Anlage Kind können Sie jetzt auf viel Platz Ausgaben für die Betreuung Ihres Kindes berücksichtigen lassen.

Voraussetzung: Die Betreuungskosten sind entstanden, weil Sie arbeiten. Ob es sich um einen Vollzeitjob, einen Minijob oder sogar eine nicht sozialversicherungspflichtige (aber nicht selbstständige) Tätigkeit handelt, ist dabei unerheblich. Beide Elternteile müssen berufstätig sein. Wenn Sie Ihr Kind wegen einer Erwerbstätigkeit betreuen lassen, werden die Ausgaben dafür ähnlich wie Werbungskosten behandelt. Das hat den Vorteil, dass sie schon in einem frühen Stadium der Ermittlung der Steuerlast von Ihren Einkünften abgezogen werden.

Berücksichtigt werden zwei Drittel der tatsächlichen Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 4000 Euro pro Kind, das jünger als 14 Jahre oder behindert ist.

Steuerzahler ohne Job (oder Ehepaare, bei denen nur einer arbeiten geht), können nur für Kindergartenkinder, also Kinder zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr, zwei Drittel der Betreuungskosten als Sonderausgaben geltend machen.

Was zählt zu den Betreuungskosten? Kindergärten und Kindertagesstätten sind ebenso relevant wie eine Unterbringung bei einer Tagesmutter oder in einer Pflegestelle. Auch ein Au-Pair oder eine Haushaltshilfe, die gleichzeitig Kinder betreut, fällt in den Anwendungsbereich. Nicht zum privilegierten Bereich gehören allerdings Kosten für die Mitgliedschaft in Sportvereinen, besonderen Unterricht und/ oder Nachhilfestunden. In der Anlage müssen Sie den Dienstleister angeben und die Kosten durch Rechnungen und Einzahlungsbelege gegenüber dem Finanzamt nachweisen.

Übersteigen Ihre Betreuungskosten den Höchstsatz, können Sie sie unter Umständen darüber hinaus als Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungen (siehe >>Seite 4 des Mantelbogens) berücksichtigen lassen.

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