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Wohin mit den Kupfermünzen?: So wird man sein Kleingeld am geschicktesten los

Muss die Kassiererin im Supermarkt meinen Sack voll Kleingeld annehmen? Kann ich die Kupferberge in der Bank eintauschen? Und muss ich meine Sammlung vorher selbst zählen? "Finanztest" erklärt, wie Sie Ihr Kleingeld loswerden.

Kleingeld

Kleingeld macht auch Mist. Wohin mit den lästigen Kupfermünzen?

Die Niederländer haben die 1- und 2-Cent-Münzen schon vor Jahren abgeschafft. Zu teuer waren ihnen Herstellung und Transport, zu unpraktisch die Kleingeldberge im Portmonnaie. An der Kasse wird seitdem einfach auf fünf Cent gerundet. Das wünschen sich auch 57 Prozent der Deutschen. Dennoch wird hierzulande nach wie vor auf den Cent genau gerechnet - was zu unangenehmen Kupfergeldbergen führen kann. Die Zeitschrift "Finanztest" erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, sein Kleingeld wieder loszuwerden.

1. Im Laden bezahlen

Beim Bezahlen mit Bargeld gilt die Regel: Einzelhändler, Tankstellen oder Restaurants müssen bis zu 50 Münzen pro Zahlung annehmen. Ob man die Summe wirklich im knüppelvollen Supermarkt oder im schicken Restaurant ausreizt, sollte jeder mit gesundem Menschenverstand selbst entscheiden.

2. In der Bank umtauschen

Bankkunden können Kleingeld in der Filiale umtauschen. Commerzbank und Postbank bieten ihren Kunden laut "Finanztest" Einzahlautomaten. Bei anderen wie der Südwestbank oder der Berliner Volksbank gibt es Münzzählautomaten. Wo so etwas nicht existiert, können Kunden das Kleingeld am Schalter umtauschen. Teilweise fordern die Banken, die Münzen in gerollter Form oder in einem Safebag, einem verschließbaren Plastikbeutel, abzugeben. Kleinere Beträge werden direkt ausgezahlt, größere dem Konto gutgeschrieben. In der Regel nehmen die Banken Bargeld nur von eigenen Kunden an oder verlangen für fremde Kunden hohe Gebühren. Lediglich die Postbank wechselt auch Fremdkunden kostenlos bis zu 50 Münzen.

3. In der Bundesbank umtauschen

Kostenlos tauschen kann jedermann in 35 Filialen der Deutschen Bundesbank. Der Betrag wird hier immer in bar ausgezahlt. Sollte nicht genug vorrätig sein, kann man die Tauschsumme erst an einem späteren Tag abholen. Bei der Bundesbank können auch beschädigte Münzen und Scheine sowie alte DM-Münzen eingetauscht werden. DDR-Mark und ausländische Währungen werden nicht akzeptiert. Alle Münzen können lose und unsortiert abgegeben werden, das Zählen übernehmen die Maschinen der Bundesbank.

4. Einfach spenden

Wer sich den ganzen Aufwand sparen will, kann auch etwas Gutes tun und die Münzen an der Kasse in eine Spendenbox werfen. Das Deutsche Kinderhilfswerk nimmt auf diesem Weg jedes Jahr rund 1,35 Millionen Euro ein. Etwa ein Viertel davon entfällt laut "Finanztest" auf 1- und 2-Cent-Münzen. Kleinvieh macht eben auch Mist.

Den kompletten Artikel finden Sie auf www.test.de

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