KRIMINALITÄT Steuerfahndung darf an Bankunterlagen


Dies gilt für die Suche, ob über die 1.000-Mark-Freigrenze hinaus Gewinne in der einjährigen Spekulationsfrist gemacht - und nicht versteuert wurden.

Steuerfahnder dürfen in den Unterlagen von Bankkunden forschen, ob über die 1.000-Mark-Freigrenze hinaus Gewinne durch Aktienverkauf innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist erzielt wurden. Die Stiftung Warentest berichtet in der September-Ausgabe ihres Magazins »Finanztest« von einer entsprechenden Entscheidung der niedersächsischer Finanzrichter.

»Im Visier sind Anleger, die von 1998 bis 1999 Spekulationsgewinne mit Neuemissionen machten, denn viele dieser Aktien stiegen binnen weniger Monate stark im Wert«, so die Stiftung Warentest.»«Die Fahnder konnten den Richtern Anhaltspunkte vorlegen, wonach Anleger beim Verkauf wesentlich mehr Gewinne kassierten, als sie gegenüber dem Finanzamt erklärten.»

Die Verbraucherschützer raten nun: »Haben Sie vergessen, Spekulationsgewinne in Ihrer Steuererklärung anzugeben, sprechen Sie mit einem Steuerberater, wie Sie straffrei bleiben.«


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