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Medien: Viva macht mit Musik-TV Verlust

Die anhaltende Schwäche des Werbemarktes und die Strukturkrise der Musikindustrie bescherten dem im SDax gelisteten Musiksender im ersten Quartal einen deutlichen Konzernverlust. Die TV-Produktion gibt aber Anlass zur Hoffnung.

Der Musiksender Viva ist verhalten ins Jahr 2004 gestartet. Der Umsatz sei zwar im ersten Quartal vor allem dank erfolgreich platzierter TV-Formate von Brainpool um neun Prozent auf 22,9 Millionen Euro gestiegen, teilte der Viva Media Konzern am Donnerstag in Köln mit. Zugleich habe sich aber der Konzernfehlbetrag auf minus 3,3 Millionen Euro erhöht. Viva zeigte sich aber für das Gesamtjahr "vorsichtig zuversichtlich".

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von Januar bis März ein Verlust von 1,8 (Vorjahr minus 0,3) Millionen Euro angefallen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Nach Steuern erhöhte sich der Verlust auf 3,4 (minus 1,2) Millionen Euro. Auf Grund erfolgreich platzierter TV-Formate stieg dagegen der Umsatz auf 22,9 (21,0) Millionen Euro.

Fürs Gesamtjahr 2004 eher optimistisch

Gut gefüllte Auftragsbücher in der TV-Produktion und die Hoffnung auf eine Belebung des Werbegeschäftes stimmten den Vorstand aber für das Gesamtjahr "verhalten" zuversichtlich, hieß es. Insgesamt werde bei einem stagnierenden Umsatz eine Verbesserung des Ebitda erwartet. 2003 hatte Viva bei einem Umsatz von 114 Millionen Euro einen Betriebsverlust (Ebitda) von 4,4 Millionen Euro verbucht.

Die Viva Media AG betreibt den Musiksender Viva und erstellt und verkauft mit der Tochter Brainpool Fernsehproduktionen wie "TV Total" mit Stefan Raab. Das Unternehmen produziert künftig auch die neue Late-Night-Show auf Sat.1 mit Anke Engelke.

DPA
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