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Nürnberg: Familienglück auf Karte

Wer in Nürnberg sparen will, sollte sich in die Karte gucken lassen. Mit einer neuen "Familienkarte" sollen Familien ab Frühsommer 2004 Produkte und Dienstleistungen günstiger erhalten können.

Mit einer neuen "Familienkarte" sollen Familien in Nürnberg künftig Produkte und Dienstleistungen günstiger erhalten können. Der Modellversuch sei zugleich die "Keimzelle" für eine bayerische Familienkarte, sagte Sozialministerin Christa Stewens (CSU) am Montag bei der Vorstellung des Tickets.

"Die Familienkarte ist eine Einladung an alle Familien, Dienstleister, Handelsunternehmer, Handwerker und Behörden, bei einer bundesweit einzigartigen Aktion mitzumachen", sagte die Ministerin. Mit der Ausgabe der Karten solle in Nürnberg im Frühsommer 2004 begonnen werden.

"Die Familienkarte wird unter Beweis stellen, dass Familien, Wirtschaft und die Öffentliche Verwaltung nicht nur aufeinander angewiesen sind, sondern auch voneinander profitieren können", sagte Stewens nach Angaben des Ministeriums. Die Familien könnten die damit angebotenen Vergünstigungen, Zugaben, Geldvorteile oder Sachleistungen in Anspruch nehmen.

Dienstleister für die Familie

Unternehmer brächten mit ihrer Beteiligung an der Karte ihre Familienfreundlichkeit zum Ausdruck und gewännen so besonderes Kundenprofil. Der öffentlichen Hand biete sich Gelegenheit, die Familien mit Informationen zu versorgen und sich als Dienstleister für Familien zu präsentieren.

Die Stadt Nürnberg habe sich in den vergangenen Jahren bundesweit als familienfreundliche Kommune profiliert, sagte Stewens. Mit dem im Juni 2000 vom Nürnberger Stadtrat ins Leben gerufenen "Bündnis für Familien" finde die Familienkarte gute Startchancen. Aufgebaut und betrieben wird die Karte von der Erlanger Unternehmensgruppe defacto, die auch so genannte City Cards betreut.

DPA / DPA