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Pauschalpreis: Telekom will "Flat Rate" beim Telefonieren einführen

Ähnlich wie beim Internet-Zugang soll es auch beim Telefonieren einen monatlichen Pauschalpreis in Form einer "Flat Rate" geben: Dann würde jedes Telefonat - bei einem noch nicht fixierten Grundpreis - deutschlandweit nur zehn Cent kosten.

Ähnlich wie beim Internet-Zugang soll es künftig auch beim Telefonieren einen monatlichen Pauschalpreis in Form einer "Flat Rate" geben. T-Com, die Festnetz-Tochter der Deutschen Telekom, werde dabei eine Vorreiterrolle übernehmen, sagte deren Vorstandsvorsitzender Josef Brauner am Dienstag in Hannover. "Wir werden im dritten Quartal mit neuen Angeboten kommen", kündigte Brauner an.

Nur zehn Cent je Gespräch

Die Telefon-Flat-Rate könnte nach Angaben von T-Com-Vertriebsvorstand Achim Berg so aussehen, dass man bei einem noch nicht fest stehenden monatlichen Grundpreis für zehn Cent je Gespräch deutschlandweit telefonieren kann - gleichgültig ob das eine Minute oder maximal eine Stunde dauert. "Jedes Gespräch kostet dann zehn Cent", sagte Berg. Der neue Tarif solle schon in Kürze der Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Brauner sagte, er könne sich vorstellen, dass dieses Tarifmodell später auch auf Auslandsgespräche erweitert werde.

Zwei Tage vor Beginn der Computermesse Cebit kündigte Brauner an, dass sein Unternehmen die Breitbandverbindung ins Internet weiter vorantreiben werde - stationär über DSL und mobil über das drahtlose W-LAN-Netz. Seit Einführung des DSL-Angebots vor dreieinhalb Jahren wurden mehr als 4,2 Millionen Anschlüsse in Betrieb genommen. Bis Ende dieses Jahres werde diese Zahl auf mehr als fünf Millionen steigen, sagte Brauner. Die massive Nachfrage in den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres habe sich 2004 fortgesetzt.

Auch in Planung: Die mobile Festnetznummer

Das "Wireless LAN" (WLAN) will T-Com ab Januar nächsten Jahres dazu nutzen, um auch unterwegs über die persönliche Festnetznummer erreichbar zu sein. An den bislang 10.000 öffentlichen "Hotspots" für den WLAN-Zugang zum Internet können DSL-Kunden dann auf ihre eigene Festnetz-Rechnung telefonieren.

T-Com ist mit 29,2 Milliarden Euro der größte Umsatzträger des Telekom-Konzerns. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr zwar um vier Prozent zurück, wobei zwei Prozent auf den Verkauf der Kabelgesellschaften zurückzuführen sind. Der Gewinn aus dem Betrieb der T-Com-Dienstleistungen kletterte aber um 18 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. "Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes und des harten Wettbewerbs haben wir unsere Position weiter gefestigt", sagte Brauner. Beim Weiterverkauf von DSL-Anschlüssen an Wettbewerber komme T-Com diesen mit Abschlägen in Höhe von zweistelligen Prozentsätzen gegenüber dem Endkundenpreis entgegen.

DPA