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RABATTE: Vorsicht bei Koppelgeschäften

Ab jetzt müssen Kunden ganz genau hinschauen, wenn etwas richtig billig ist: Zwar kriegt man einen Fernseher für einen Euro, aber auch einen teuren Stromvertrag für zwei Jahre.

Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern zur Vorsicht bei so genannten Koppelgeschäften. »Jetzt müssen Kunden noch genauer hinschauen, wenn irgendetwas richtig billig ist«, so die Verbraucherschützer in ihrer Zeitschrift »test«. Immer mehr Händler werben mit Koppelgeschäften - zum Beispiel: Ein Fernseher für einen Euro bei gleichzeitiger Unterschrift unter einen Stromliefervertrag.

Wer kennt schon Gesamtpreis?

»Bisher haben die Gerichte so etwas untersagt, weil der Kunde geködert wird, ohne den Preis des Gesamtangebotes zu kennen. Jetzt sieht der Bundesgerichtshof in dieser Rechtsprechung zu viel Verbraucherschutz«, erklärt Stiftung Warentest. Die Richter meinten, nach dem Ende der so genannten Zugabenverordnung gebe es nun mehr Werbefreiheit (Aktenzeichen: BGH, I ZR 71/01, 72/01, 173/01).

Warnung vor Undurchsichtigem

Wie es nun weitergeht ist nach Ansicht der Verbraucherschützer noch nicht ganz klar. »Zehn weitere Verfahren liegen beim Bundesgerichtshof. Sogar Bargeld wollen manche Händler ihren Kunden 'schenken', wenn die sich auf undurchsichtige Koppelgeschäfte einlassen«, so die Warnung. Immerhin habe das Gericht aber klar gemacht, dass solche Angebote ein erhebliches Potenzial für Irreführung und Preisverschleierung böten, zitieren die Verbraucherschützer die Richter.

Nix ist umsonst

»Deshalb sollen Händler nicht nur den Preis für das günstige Angebot herausstellen, sondern auch den des anderen Teils. Dabei reicht es nicht, nur aufs Kleingedruckte zu verweisen«, so die Stiftung Warentest.