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Reisekasse: Immer mehr Reisebüros verkaufen Reiseschecks

Den Urlaub gebucht und die Reiseschecks gleich mitbestellt - immer mehr Reisebüros bieten einen solchen Service an. Auf jeden Fall sind Reiseschecks sicherer als Bargeld.

Urlaubsvorbereitungen führen an die verschiedensten Orte: Im Reisebüro wird gebucht, die Sonnencreme gibt es in der Drogerie, manchmal muss man wegen einer Impfung zum Arzt - und die Reiseschecks sowie das ausländische Geld werden bei der Bank bestellt.

Gibt's in bundesweit 1.360 Reisebüros

Doch zumindest einen dieser Schritte sollen sich die Touristen nach den Vorstellungen der Reisebranche jetzt sparen können - denn immer mehr Reisebüros in Deutschland verkaufen Reiseschecks. Ab sofort gibt es diesen Service auch in den bundesweit rund 1.360 Büros der Ketten First Reisebüro, Hapag-Lloyd Reisebüro und TUI ReiseCenter, teilte die TUI in Hannover mit. Kooperationspartner ist das Reisescheckunternehmen American Express (Amex). Die knapp 1.200 zur Rewe-Touristik gehörenden Reisebüros der Marken Atlas, DER und Derpart werden eine entsprechende Zusammenarbeit mit Amex ebenfalls noch im Januar umsetzen, so eine Sprecherin des Unternehmens in Köln. Andere Reisebüroketten bieten Reiseschecks schon seit längerem an.

Tui und Amex bieten auch ausländisches Geld

Nach TUI-Angaben werden die Reiseschecks allerdings nicht in den Reisebüros vorgehalten, sondern können dort online bestellt werden. Auch Sorten - ausländisches Geld - sind so erhältlich. Amex liefert das "Urlaubsgeld" dann an die gewünschte Adresse. Bei den Sorten handele es sich um die "gängigen Fremdwährungen". Dazu zählen etwa US-Dollar, Schweizer Franken, kanadischer Dollar und britisches Pfund. Erhoben werde die "übliche einprozentige Verkaufsgebühr", worauf die TUI-Reisebüros bis Ende Februar allerdings verzichten wollen.

Thomas Cook macht's schon länger

In den bundesweit etwa 200 Thomas-Cook-Reisebüros gibt es das Angebot bereits seit etwa einem Jahr, "und es wird sehr gut von den Kunden angenommen", sagt Kerstin Heinen von der Thomas Cook AG in Oberursel in Hessen. Bei dieser Kette ist es sogar so, dass die Schecks im Reisebüro vorrätig sind und gleich mitgenommen werden können. Ausländisches Bargeld sei dagegen nicht verfügbar.

Auch Reiseland hat Scheck-Erfahrung

Auch die Kette Reiseland mit etwa 380 Standorten bundesweit hat bereits Erfahrungen mit Schecks: In etwa 55 Büros können sie gekauft und gleich mitgenommen werden, in einigen gibt es sogar eine eigene Amex-Kasse, in der auch Sorten verfügbar sind. Vorrätig sind immer US-Dollar und Euro, andere Währungen können schnell bestellt werden, heißt bei Reiseland in Hamburg. Weitere Reisemittler, bei denen Schecks gekauft werden können, sind nach Angaben von American Express in Frankfurt/Main unter anderem die ADAC-Reisebüros und STA Travel.

DPA