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Rückerstattung: Umzug von der Steuer absetzen

Wer dem Beruf zuliebe in eine andere Stadt zieht, kann seine Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Darauf macht die Stiftung Warentest in Berlin in einer Sonderausgabe ihrer Zeitschrift »Finanztest« aufmerksam.

Dies gelte, wenn Arbeitnehmer umziehen, weil sie versetzt werden, den Arbeitgeber wechseln oder erstmals in ihrem Leben einen Arbeitsplatz finden. Auch wenn jemand befristet auswärts arbeite und deshalb eine Zweitwohnung nimmt, erkenne das Finanzamt die Kosten für den Ein- und späteren Auszug am neuen Arbeitsort an.

Bei einem Umzug ohne Arbeitsplatzwechsel seien meist keine Steuerersparnisse möglich, heißt es weiter. Ausnahmen gebe es jedoch, wenn der Arbeitnehmer eine Dienstwohnung beziehen oder räumen müsse, den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wesentlich verkürze oder den Arbeitsplatz nach dem Umzug sehr viel leichter erreiche. Richtwerte seien hierbei neun Kilometer oder eine Stunde Fahrtzeit weniger.

Anerkannt werden dem Bericht zufolge in der Regel die Speditionskosten, doppelte Mietzahlungen sowie Kosten für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung am Umzugstag. Darüber hinaus sind gegebenenfalls weitere Kostenfaktoren abzugsfähig, etwa zusätzlicher Unterricht für das Kind oder ein neuer Herd. Wenn die Ausgaben nicht durch Einzelnachweise belegt werden, gelten Pauschalen in Höhe von 2.054 Mark für Ehepaare und 1.027 Mark für Alleinstehende. Für jedes weitere umziehende Mitglied des Haushaltes gilt ein Pauschbetrag von 435 Mark.