Steueraffäre Razzien in München


In der Affäre um Steuerhinterziehung mit Hilfe Liechtensteiner Banken sind in München nun die Villen weiterer Verdächtiger durchsucht worden.

In der Affäre um Steuerhinterziehungen in Liechtenstein hat es in München neue Razzien gegeben. Wie der "Spiegel" berichtet, sei die Staatsanwaltschaft dabei auf einige "besonders harte Brocken" gestoßen.

Die Liste der Namen die nun ins Visier der Ermittler geraten waren, befanden sich auf der DVD, die an den Bundesnachrichtendienst verkauft wurden. Prominentestes Opfer war bislang Klaus Zumwinkel. Der damalige Postchef hatte nach bekanntwerden der Vorwürfe seine Posten niedergelegt.

Laut "Spiegel" laufen nun rund 200 Verfahren gegen deutsche Kunden der Liechtensteiner Bank, die mit Hilfe der DVD aufgespürt wurden. Auch österreichische Staatsbürger seien auf dem Datenträger genannt worden. Wie der Vizekanzler des Landes, Wilhelm Molterer, in einem Interview mit "Capital Investor" jetzt sagte, gehe es um 150 Personen-Datensätzen. 61 Österreicher hätten mit einer Selbstanzeige reagiert. Anders als die Deutschen, würde seine Regierung aber nicht für solche, illegal erlangte Steuerdaten, zahlen, so Molterer weiter. "Meiner Meinung nach hat ein Staat andere Möglichkeiten und muss diese auch nutzen. Aber das soll jeder machen, wie er es für richtig hält."

Korrektur: Liebe Leser, ursprünglich haben wir in diesem Artikel zwei prominente Unternehmer namentlich genannt und behauptet, ihre Häuser seien wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsucht worden. Wir haben uns dabei auf den Bericht eines anderen Mediums gestützt. Allerdings war die Behauptung falsch. Wir haben die Namen deshalb nachträglich entfernt. Bitte entschuldigen Sie diesen Fehler. stern.de

nik

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