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Last-Minute-Tipps: Steuererklärung: Diese beruflichen Kosten können Sie absetzen

Am 31. Mai endet die Frist zur Abgabe der Steuererklärung. "Finanztest" gibt Tipps, welche Ausgaben Sie nicht vergessen sollten, anzugeben.

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Steuererklärung: Wer berufliche Ausgaben absetzt, bekommt Geld vom Finanzamt zurück

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Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte sich beeilen. Zum 31. Mai endet die reguläre Frist. Nur wer sich vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein helfen lässt, hat automatisch bis zum 31. Dezember Zeit. Ansonsten muss man um eine Fristverlängerung schriftlich und mit Begründung bitten (Wie man eine Fristverlängerung beim Finanzamt beantragt, erklären wir hier). In Rheinland-Pfalz ist die Frist in diesem Jahr erst der 31. Juli. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen gilt der 31. Juli nur für Nutzer der staatlichen Steuersoftware Elster.

In jedem Fall lohnt es sich, absetzbare berufliche Ausgaben gewissenhaft anzugeben. Die Zeitschrift "Finanztest" hat eine Liste mit Tipps erstellt, welche Posten man nicht vergessen sollte.

Steuererklärung: Diese beruflichen Ausgaben nicht vergessen

Arbeitswege: Für den Weg zur Arbeit können Sie wahlweise die Kilometerpauschale - 30 Cent je Kilometer einfacher Wegstrecke für jeden Arbeitstag - oder die tatsächlichen Kosten etwa für ein Monatsticket absetzen.

Dienstreisen wie Fahrten zu Kundenterminen können mit 30 Cent für jeden tatsächlich gefahrenen Kilometer abgerechnet werden.

Bewerbungskosten: Ausgaben bei der Jobsuche etwa für Bewerbungsmappen, Fachbücher oder Fahrtkosten können abgesetzt werden.

Arbeitsmittel wie Notebooks, Drucker und Bürostühle können bis zu einem Wert von 487,90 Euro (je Einzelposten) komplett absetzen. Ist ein Arbeitsmittel teurer, muss es nach und nach über mehrere Jahre abgesetzt werden.

Arbeitszimmer: Ein Arbeitszimmer wird nur berücksichtigt, sofern für bestimmte Tätigkeiten kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht - und zwar bis zu 1250 Euro. Liegt der inhaltliche Schwerpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit im Heim-Büro fällt diese Deckelung weg.

Beiträge zu Berufsverbänden: Wer Mitglied einer Gewerkschaft oder eines Berufsverbandes ist, kann die Beiträge als Werbungskosten geltend machen.

Umzugskosten: Wer für die Arbeit umzieht, kann nicht nur die Kosten für Spedition oder Mietwagen, sondern auch Maklergebühren, doppelte Mieten und Fahrtkosten für die Wohnungssuche geltend machen - sofern die Firma den Umzug nicht sowieso bezahlt hat.

Fortbildungskosten: Wer sich beruflich weiterbildet, kann Gebühren für Lehrgänge und Prüfungen sowie Fahrtkosten, Verpflegung und Übernachtung von der Steuer absetzen. Das gilt natürlich nur, wenn man sie aus eigener Tasche bezahlt hat.

Übrigens: Die Steuersoftware der gängigen Anbieter führt Schritt für Schritt durch die Steuererklärung und hilft, keinen wichtigen Punkt zu vergessen.

Noch mehr Steuer-Tipps lesen Sie auf www.test.de 

Änderungen im Mai 2018

bak
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