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WM 2006: "Keine Horror-Preise"

Deutsche Hotelkonzerne arbeiten offenbar für die Fußball-WM 2006 zusammen, um den Zimmerverkauf zu organisieren. Demnach soll der durchschnittliche Preis für eine Übernachtung bei 190 Euro liegen.

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sind Hotelketten und Hotelverbände offenbar eine in Deutschland bislang einmalige Partnerschaft eingegangen. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" organisiert unter der Federführung der französischen Accor-Gruppe ein jetzt gegründetes Konsortium den Zimmerverkauf. Rund 400.000 Übernachtungen sollen demnach zur WM vermarktet werden. "Niemand soll während der WM in Deutschland Horror-Preise zahlen," versichert Andre Witschi, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accor Hotellerie Deutschland.

50 000 Zimmer verfügbar

Durchschnittlich 190 Euro wird der WM-Gast dem Bericht zufolge pro Übernachtung (ohne Frühstück) zahlen müssen, wenn er zwischen dem 9. Juni und 9. Juli 2006 in einer der zwölf Stadion-Städte eine Bleibe sucht. Im 2-Sterne-Segment kann er mit durchschnittlich 104 Euro pro Zimmer und Nacht rechnen, in der 3- Sterne-Kategorie mit 171 Euro und bei besseren Quartieren 234 Euro. Rund 50.000 Zimmer sollen in dem Pool zur Verfügung stehen.

An dem Konsortium sind dem "Handelsblatt" zufolge unter anderem die Ketten Maritim, Steigenberger und Dorint beteiligt. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sowie der Internationale Hotelverband Deutschland (IHA) seien in das Konsortium unter dem Namen "Accor Hotellerie Deutschland & Partner" eingetreten.

Bei der Fußball-WM 1998 in Frankreichs hatten viele Hotels ihre Preise stark erhöht, was für große Verärgerung bei Fußballfans sorgte.

DPA