Zwischenbilanz Bei der TUI kehren die Kunden zurück


Wenn das kein gutes Zeichen ist: Die Buchungen für die Wintersaison liegen um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Trotzdem konnten nur Firmenverkäufe das Jahresergebnis retten.

Beim weltgrößten Reisekonzern TUI kehrt nach einem schwierigen Frühjahr und Sommer die Zuversicht zurück: Für die laufende Wintersaison liegen die Buchungen um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Konzern "stehen die Zeichen wieder auf Wachstum", teilte TUI am Donnerstag in Hannover in der Zwischenbilanz für die ersten neun Monate mit. Die bis Ende Oktober laufende Sommersaison hatte der Konzern noch mit einem Minus von 5,8 Prozent abgeschlossen. In den ersten neun Monaten sank der TUI-Umsatz um 0,7 Milliarden Euro auf 15,4 Milliarden Euro. Das Konzern-Jahresergebnis stieg dagegen wegen Firmenverkäufen um rund 490 Millionen Euro auf 646 Millionen Euro.

Viele Gründe für Buchungsausfälle

Das Ergebnis des Kerngeschäftes Tourismus dagegen sank um 200 Millionen auf 302 Millionen. Hier zeigten sich die Buchungsausfälle wegen des Irak-Kriegs, Sars und der Wirtschaftskrise. Im Logistikgeschäft (vor allem die Containerreederei Hapag-Lloyd) stieg das Ergebnis auf 208 Millionen Euro von 109 Millionen Euro. Das Spartenergebnis genannte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBTA) erreichte in den ersten neun Monaten 1,05 Milliarden Euro nach 626 Millionen im Vorjahreszeitraum. Auch hier zeigten sich wieder die Erlöse aus Firmenverkäufen.

Verschuldung gesunken

Die Verschuldung der TUI sank in den ersten drei Quartalen laut Bericht um rund ein Drittel auf 3,5 Milliarden Euro. Das Geld aus dem Verkauf der Energiesparte wurde zur Tilgung benutzt.

Vertrauenskrise beendet

TUI erwartet, dass sich die Geschäfte im vierten Quartal besser als im Vorjahr entwickeln. "In den wesentlichen Quellmärkten kehrt das Verbrauchervertrauen zurück und die Nachfrage nach Reisen nimmt wieder zu", hieß es im Bericht. Im dritten Quartal alleine betrachtet lag das Ergebnis im Tourismus mit 501 Millionen Euro schon fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres von 519 Millionen Euro.

DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker