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Mietrückstand: Wem der dritte Werktag schlägt

Wer mit seiner Miete einen Monat im Rückstand ist, sollte am nächsten Monatsanfang genau aufpassen. Ist die Miete dann nämlich nicht bis zum dritten Werktag beim Vermieter, kann der fristlos kündigen.

Ein Mieter muss die Miete grundsätzlich spätestens bis zum dritten Werktag des Kalendermonats an seinen Vermieter zahlen. Klappt das einmal nicht, weil das Geld verspätet auf dem Eigentümerkonto eingeht, muss er noch keine schwer wiegenden Probleme befürchten. Ist der Bewohner dagegen gleich mit zwei Monatsmieten in Verzug geraten, können die Folgen schlimm sein: Der Vermieter darf dann das Mietverhältnis fristlos kündigen. Darauf macht der bayerische Haus- und Grundbesitzerverband aufmerksam.

Hat der Mieter beispielsweise die Oktobermiete nicht gezahlt, kommt er bereits mit Ablauf des dritten Werktags im November mit der Mietzahlung für zwei aufeinander folgende Termine in Verzug. Der Vermieter muss ihn nicht vorher mahnen, bevor er ihm fristlos kündigt.

Hat der Mieter ein Kündigungsschreiben erhalten, sollte er den Inhalt penibel unter die Lupe nehmen: Seit der Mietrechtsreform vom September 2001 muss der Vermieter nämlich im Detail auflisten, mit welchen Beträgen für welche Monate der Mieter in Verzug geraten ist. Eine Kündigung, die nur pauschal auf den Rückstand hinweist, ist unwirksam, wie das Amtsgericht Dortmund befand.
(Aktenzeichen: 125 C 11799/02)

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