Verbraucher Mietvertrag endet nicht automatisch mit Tod


Wenn ein Mieter stirbt heißt das nicht, dass damit auch sein Mietvertrag endet. Meist geht er auf andere Haushaltsmitglieder, wie Ehe- oder Lebenspartner und Familienangehörige, beziehungsweise Erben über.

Wenn ein Mieter stirbt, endet der Mietvertrag nicht automatisch. Vielmehr treten entweder andere Haushaltsmitglieder, wie Ehe- oder Lebenspartner und Familienangehörige, beziehungsweise Erben in den Mietvertrag ein oder setzen den Mietvertrag fort. Darauf verweist der Ring Deutscher Makler (RDM), Landesverband Nordrhein-Westfalen. Eine Ausnahme besteht nur, wenn ein allein Stehender einen Mietvertrag auf Lebenszeit abgeschlossen habe. Dann endet mit seinem Tod auch das Mietverhältnis.

Entscheidend: Wer hat unterschrieben?

Entscheidend ist beim Eintreten in einen Mietvertrag nach dem Tod die Frage, ob der Verstorbene allein oder mehrere Personen den Mietvertrag unterschrieben haben. Wichtig ist auch, ob die Person, die den Mietvertrag übernehmen will, mit dem verstorbenen Mieter in einem gemeinsamen Haushalt lebte oder nicht. "Haben mehrere Personen den Mietvertrag unterschrieben und stirbt einer der Vertragspartner, dann bleibt der Mietvertrag regulär mit dem anderen Vertragsunterzeichner bestehen", erläutert Andre Wrede, Verbandsjurist des RDM.

Schutz für Haushaltsangehörige

Der Gesetzgeber wollte aber auch Haushaltsangehörige schützen, die den Mietvertrag nicht unterschrieben haben: Diese haben nach dem Tod des Vertragsunterzeichners die Möglichkeit, das Mietverhältnis zu den gleichen Konditionen aufrecht zu erhalten. Das Recht gilt gleichermaßen für Ehe- und eingetragene Lebenspartner sowie für Kinder und andere Familienangehörige, die mit dem verstorbenen Mieter unter einem Dach lebten.

Auch Nicht-Familienmitglieder können den Angaben zufolge in den Mietvertrag eintreten, wenn sie den Haushalt mit dem Verstorbenen teilten, beispielsweise in einer Wohngemeinschaft.

DPA

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