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Erfahrungsbericht: Umzug-Checkliste: Diese zwölf Schritte erleichtern den Wohnungswechsel

Als wäre die Wohnungssuche nicht schon anstrengend genug, der eigentliche Stress kommt meist erst mit Umzug. Unsere Autorin durchlebte vor Kurzem den Wohnungswechsel-Wahn. Hier verrät sie ihre Tipps für einen reibungslosen Umzug.

Kisten packen für den Umzug

Mit der richtigen Checkliste sind die Umzugskartons schnell gepackt

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So planen Sie den Umzug richtig 

Kaum zu glauben, aber wahr: Ich habe eine Wohnung gefunden. Und das in der Rekordzeit von nur drei Monaten. Das Schöne daran ist, dass ich den Vertrag binnen zwei Wochen unterschreiben durfte. Das Schlechte daran war, dass der Einzug nur vier Wochen später stattfinden sollte – und meine alte Wohnung eine dreimonatige Kündigungsfrist hatte. Umso wichtiger war es, den Mietvertrag fristgerecht zu kündigen und einen passenden Nachmieter zu finden. So weit, so gut. Doch war es damit noch lange nicht getan!

Um Geld zu sparen, habe ich den Umzug auf einen Werktag gelegt. Allerdings musste ich im Zuge dessen Urlaub einreichen, da mich mein Arbeitgeber nicht freistellen wollte. Was viele nicht wissen: Ist der Umzug betrieblich bedingt oder findet während der Arbeitszeiten statt, können Sie Sonderurlaub beantragen: Im ersten Fall haben Sie ein Anrecht darauf, im zweiten Fall spielt die Kulanz des Unternehmens eine entscheidende Rolle – hier kommt es auf den Arbeitgeber an, ob er den Sonderurlaub genehmigt.

Wer wie ich schon mehr als einmal umgezogen ist, weiß um den enormen Aufwand, den gesamten Haushalt in Kisten zu verstauen. Ich habe den bevorstehenden Umzug genutzt, um einfach mal alles auszumisten, was ich nicht mehr brauchte. Von Büchern über Kleidung bis hin zu Haushaltswaren wurde alles verschenkt, verkauft oder weggeschmissen, von dem ich wusste, dass es in der neuen Wohnung nur einstauben würde. Alles andere habe ich in Kisten verstaut – und zwar so, dass ich sie noch problemlos allein hochheben konnte.

Vor dem Umzug wird entrümpelt

Vor dem Umzug macht es Sinn, Möbel zu entrümpeln und Sperrmüll zu beantragen

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Noch ein Tipp: Wenn Sie größere Möbel entsorgen wollen, können Sie diese entweder direkt zum Recyclinghof bringen oder aber Sie beantragen Sperrmüll – in dem Fall wird Ihnen ein Termin zugesichert, an dem Ihr Sperrgut kostenpflichtig abgeholt wird.

Nachdem ich die ersten Schritte in die Wege geleitet hatte, stand ich noch vor der Wahl, wie ich meinen gesamten Hausstand in die neue Wohnung befördern wollte. Ich habe mich dazu entschieden, ein Umzugsunternehmen zu engagieren, das mein Hab und Gut nicht nur transportieren, sondern auch ein- und entladen würde. Alternativ hätte ich auch einen Transporter mieten und die Möbel selbst befördern können – da ich schon fünfmal umgezogen bin, wollte ich mir den Stress dieses Mal ersparen und die Arbeit den Profis überlassen.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass diese fünf Schritte die wichtigsten in meiner Umzugsplanung waren:

  • Schritt 1: Mietvertrag kündigen und Nachmieter finden
  • Schritt 2: (Sonder-)Urlaub beim Arbeitgeber beantragen
  • Schritt 3: Hausstand entrümpeln und Sperrmüll entsorgen
  • Schritt 4: Umzugsunternehmen oder Transporter mieten

Diese Hilfsmittel erleichtern den Umzug

Luftpolsterfolie, Umzugskartons und Klebeband sind für den Umzug wichtig

Hilfsmittel wie Luftpolsterfolie und Klebeband erleichtern den Umzug

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Nach einer Handvoll Umzügen glaube ich, inzwischen ein ganz gutes Gespür dafür entwickelt zu haben, wie viele Umzugskartons für einen Wohnungswechsel notwendig sind. Meine Empfehlung lautet daher, mindestens 40 Kartons für einen Singlehaushalt einzuplanen und mindestens 70 für einen Zwei-Personen-Haushalt.

Weitere Hilfsmitteln, die beim Einpacken und Transportieren der Kisten und Möbel von großem Nutzen sind:

  1. Luftpolsterfolie
  2. Müllsäcke
  3. Klebeband
  4. Spanngurte
  5. Decken

Mein Tipp: Wenn Sie kein Umzugsunternehmen engagieren, rate ich dazu, eine Sackkarre zu kaufen. Ich habe mich für ein Modell für ca. 22 Euro von amazon entschieden, da es nicht so teuer ist und dennoch stabil genug, mehrere Kartons übereinander zu stapeln. Die Karre macht zwar ziemlich viel Lärm, wenn sie über die Straße geschoben wird. Das tat dem sicheren Transport aber keinen Abbruch.

Vor dem Umzug: Diese Schritte sollten Sie nicht vergessen

Grundsätzlich mache ich es immer so, dass wichtige Institutionen wie Behörden, Banken, Versicherungen, Krankenkasse, Arbeitgeber, Gebühreneinzugszentrale und Finanzamt von mir persönlich über den Umzug und die Adressänderung informiert werden. Darüber hinaus beantrage ich aber auch immer noch einen Nachsendeantrag bei der Post für mindestens sechs Monate, damit mir sämtliche Briefe und Zeitschriftenabos zugestellt werden, deren Absender ich nicht informiert habe.

Des Weiteren empfehle ich dringend, ein Halteverbotsschild zum Be- und Entladen zu beantragen – sofern es keine guten Parkmöglichkeiten vor der alten und neuen Wohnung gibt. Ich hatte mich dagegen entschieden, um Kosten zu sparen. Was dann passiert ist, möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail ausbreiten. Aber ich kann so viel sagen: Ich musste mich mit wütenden Nachbarn, der Polizei, aufgebrachten Mitarbeitern der Umzugsfirma und hupenden Autofahrern auseinandersetzen. Und das war wirklich kein Vergnügen. Für keinen der Beteiligten.  

Für mich ist und war es zudem immer essenziell, dass ich in der neuen Wohnung so schnell wie möglich eine stabile Internetverbindung habe, mit dem Festnetz telefonieren und auch Fernsehen schauen kann. Daher bemühe ich mich vor jedem Umzug darum, alle Anbieter über den Wohnungswechsel zu informieren und gegebenenfalls auch nochmal den einen oder anderen Anbieter zu wechseln, um Geld zu sparen. Das Gleiche gilt auch für meinen Stromanbieter – hier lohnt es sich durchaus, die Tarife verschiedener Hersteller miteinander zu vergleichen.

Als klar war, wann der Umzug stattfinden soll, wurde der Termin mit dem Umzugsunternehmen vereinbart. Anschließend habe ich alle Freunde und Familienmitglieder angefragt, ob sie mir an dem Tag zur Hand gehen könnten. Je mehr Helfer Sie bekommen, desto schneller sind die Kartons ausgepackt. Empfehlenswert ist hier auch für all jene, die kleine Kinder haben, für den Tag des Umzugs einen Babysitter zu engagieren. Dann müssen Sie sich nicht auch noch darum kümmern, dass Ihr Nachwuchs versorgt oder beschäftigt wird.

Zusammenfassend kann ich Ihnen diese fünf Schritte vor dem Umzug also wärmstens empfehlen:

  • Schritt 6: Nachsendeauftrag bei der Post
  • Schritt 7: Halteverbotszone beantragen
  • Schritt 8: Internet/Strom/Telefon/Fernsehen ummelden
  • Schritt 9: Helfer/Babysitter organisieren

Nach dem Umzug: Das sind die letzten Schritte

Vor dem Umzug die Wohnung renovieren

Die Wände der alten Wohnung müssen vor dem Umzug meist neu gestrichen werden

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Heutzutage wird die alte Wohnung nur noch besenrein übergeben – es sei denn, im Mietvertrag wurde etwas anderes vereinbart. In meinem Fall musste ich die Wände komplett streichen, was ich jedoch fair fand, nachdem ich fünf Jahre darin gewohnt hatte. Und dafür habe ich mich in meiner neuen Wohnung ebenfalls über frisch gestrichene Wände gefreut. Die Wohnungsübergabe ging somit reibungslos über die Bühne.

Das Schöne an einer neuen Wohnung ist, dass diese komplett neu eingerichtet werden kann. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein paar Einrichtungsgegenstände zu kaufen, die sowohl dekorativ als auch praktisch waren. Zu meinen Favoriten zählen diese Stahlnägel, eine Antirutschmatte für Teppiche, diese blickdichten Plissees (ohne bohren), dieser Wäschekorb, diese Bewegungssensoren und dieser Getränkekistenhalter für den Balkon sowie diese Fußmatte mit Nintendo-Motiv.

Anschließend hatte ich natürlich regelrechte Müllberge aus Luftpolsterfolie, Umzugskartons und Pappe von den bestellten Einrichtungsgegenständen. Manches davon kann ich durchaus wiederverwenden und im Keller verstauen, alles andere musste ich zum nächstgelegenen Müllcontainer transportieren, da die heimischen Mülltonnen nicht genügend Stauraum bieten – und die Nachbarn sicher keine Freude daran hätten, wenn ich alle Tonnen befüllen würde.

Abschließend bleibt eigentlich nur noch der Gang zum Einwohnermeldeamt. Dort müssen Sie sich innerhalb von zwei Wochen kostenpflichtig (ca. zwölf Euro) ummelden – dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet. Damit der Termin fristgerecht und stressfrei über die Bühne gehen konnte, habe ich mich bei meiner zuständigen Behörde des neuen Wohnsitzes online gemeldet und einen Termin vereinbart. So hat mich das Ummelden keine zehn Minuten gekostet.

Die letzten Schritte lauten also wie folgt:

  • Schritt 9: Wohnungsübergabe
  • Schritt 10: Wohnung einrichten
  • Schritt 11: Müll entsorgen
  • Schritt 12: Einwohnermeldeamt

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ast