Thomas Gottschalk "Ich werde nicht meinen Kopf verlieren, nur den Job."

Thomas Gottschalk
Thomas Gottschalk möchte die Showbühne im Dezember endgültig verlassen
© Harald Deubert / Imago Images
Thomas Gottschalk wurde in Kitzbühel mit der "Diamant-Romy" für sein Lebenswerk geehrt. Auch dieser Auftritt verwunderte. Nun hat der Entertainer die Nase voll.

Der Auftritt von Thomas Gottschalk bei der "Romy"-Verleihung rückte in den vergangenen Tagen in den Fokus, wie zuvor bereits beim Bambi, weil er leicht verwirrt wirkte. Der 75-Jährige wird nun die Showbühne verlassen.

Im Dezember moderiert er seine letzte große TV-Show mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch. "Ich habe meinen Job durchgezogen. Der Spaß ist mir nicht abhandengekommen. Und der Ernst hat mich auch nicht eingeholt", sagt Gottschalk in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Die Beendigung seiner Karriere begründet er pragmatisch: "Ich habe bis 75 durchgeackert. Aber jetzt ist gut. Man muss irgendwann ein Ende finden."

Er bewertet seine Laufbahn vor dem Hintergrund einer Fernsehwelt, die sich stark verändert hat und mit der er nicht mehr zurechtkommt: "Ich blicke auf eine Fernsehlaufbahn zurück, die es so nicht mehr geben kann. Weil es das Fernsehen von damals nicht mehr gibt." Die gemeinsame Arbeit mit Jauch und Schöneberger beschreibt er als echte Spontanunterhaltung: "Wir haben wirklich nicht gewusst, was auf uns zukommt."

Thomas Gottschalk ist genervt von der Bambi-Nachfrage

Der vielfach kommentierte Bambi-Auftritt mit Cher beschäftigt ihn nach eigener Aussage nicht mehr. "Ich werde immer wieder danach gefragt, und es nervt mich inzwischen. Ich habe keine Probleme mit Cher, und Cher hat keine Probleme mit mir." Seine damalige Formulierung, wie beispielsweise, dass Cher die einzige Frau sei, die er jemals ernst genommen habe, bedauert er: "Du bekommst die Zahnpasta halt nicht mehr zurück in die Tube."

Für die Zeit nach dem Fernsehen kündigt Gottschalk einen klaren Rückzug an: "Ich werde nicht meinen Kopf verlieren, nur den Job." Gemeinsam mit seiner Frau Karina zieht er in ein neues Haus in der Nähe von München. Er plant private Aktivitäten, darunter Klavierspielen, Reisen – und kognitive Vorsorge: "Klavier spielen, vielleicht eine neue Sprache lernen – zur Demenzvermeidung. Aber insbesondere reisen." Zu seinem neuen Lebensabschnitt sagt Thomas Gottschalk: "Jetzt lebe ich, wie es sich gehört für einen Mann meines Alters."

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