"Habe Napoleon-Komplex"
Shia LaBeouf über Ausraster

Shia LaBeouf im vergangenen Jahr in London.
Shia LaBeouf im vergangenen Jahr in London.
© imago images/Capital Pictures / Can Nguyen
Shia LaBeouf hat über die Hintergründe seiner Mardi-Gras-Festnahme gesprochen. Er sieht sein Problem nicht beim Alkohol.

Es war ein turbulenter Februar für Shia LaBeouf (39). Am 17. Februar wurde der Schauspieler bekanntermaßen während Mardi-Gras-Feierlichkeiten in New Orleans festgenommen - wegen zweifacher leichter Körperverletzung nach einem Vorfall in einer Bar der berühmten Party-Metropole am Golf von Mexiko. Jetzt hat sich der "Transformers"-Star erstmals ausführlich zu den Geschehnissen geäußert.

In einem Interview mit dem YouTube-Format "Channel 5 with Andrew Callaghan" zeigte sich LaBeouf zwar selbstkritisch, aber auch überraschend trotzig. Sein Verhalten sei nicht akzeptabel gewesen, räumte er ein. Doch einen Drogen- oder Alkoholentzug, wie vom Gericht als Auflage angeordnet wurde, komme für ihn nicht infrage. "Muss ich deshalb wieder in den Entzug? Das möchte ich nicht. Ich glaube nicht, dass meine Antworten dort liegen", sagte LaBeouf wörtlich in dem Interview.

Shia LaBeouf: "Ich habe einen Napoleon-Komplex"

Eine Richterin hatte dem Schauspieler nach seiner Verhaftung bestimmte Kautionsauflagen erteilt, die er ab sofort erfüllen muss. Er wurde dazu verpflichtet, sich einer Therapie wegen Drogenmissbrauchs zu unterziehen, an einem Programm zur Drogenkontrolle teilzunehmen und eine Kaution in Höhe von 100.000 US-Dollar zu hinterlegen, wie unter anderem der britische "Guardian" berichtete. Diese Bedingungen gelten für seine Freilassung aus dem Polizeigewahrsam, nachdem LaBeouf zuvor in einer Bar in New Orleans zwei Männer attackiert und sie homophob beleidigt haben soll.

Statt eines Alkoholproblems sieht der 39-Jährige bei sich selbst jedoch ganz andere Ursachen für seine wiederholten Ausraster, verriet er jetzt auf YouTube. "Ich glaube nicht, dass ich ein Alkoholproblem habe", erklärte er in dem Gespräch. "Ich glaube, ich habe einen Napoleon-Komplex. Das hat eher etwas mit meiner Wut und meinem Ego zu tun als mit dem Trinken."

Seine Probleme wolle er nun selbst lösen, deutete LaBeouf noch an. "Ich werde es herausfinden", sagte er wörtlich. Im selben Interview gab der 39-Jährige außerdem an, seit rund neun Monaten nicht mehr nüchtern gewesen zu sein. Zugleich übernahm er die Verantwortung für den Vorfall: Der Zwischenfall, der zu seiner Festnahme führte, gehe "auf mein Konto".

Polizeibericht schildert handfeste Auseinandersetzung

Die Details der Nacht vom 17. Februar sind allerdings alles andere als harmlos. Laut einem Polizeibericht soll LaBeouf einem der mutmaßlichen Opfer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben - so heftig, dass sich dessen Nase möglicherweise verschoben habe, berichtet das "People"-Magazin. Der Mann habe sich die Nase anschließend selbst wieder eingerenkt. Zudem soll LaBeouf während des Vorfalls mehrfach homophobe Beleidigungen ausgesprochen haben.

Zweite Festnahme am Samstag

Doch damit nicht genug: Am Samstag wurde LaBeouf in New Orleans ein weiteres Mal festgenommen, berichtete wiederum unter anderem der "Guardian". Gegen ihn wurde eine zusätzliche Anklage wegen einfacher Körperverletzung erhoben, die ebenfalls im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 17. Februar steht. Ein entsprechender Haftbefehl war bereits am Vortag ausgestellt worden. LaBeouf stellte sich den Behörden, hinterlegte eine Kaution von 5.000 US-Dollar und kam anschließend wieder auf freien Fuß.

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