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Umfrage: Psycho-Stress am Arbeitsplatz

Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer hat Angst am Arbeitsplatz. Hauptsorge: die Sicherheit des Arbeitsplatzes, so das Ergebnis einer Umfrage.

Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland (genau: 60,6 Prozent) haben am Arbeitsplatz mit Ängsten zu kämpfen; die Ursachen sind dabei unterschiedlicher Art: Sowohl Kollegen oder der Vorgesetzte wie auch zunehmende Sorgen um die Sicherheit des Arbeitsplatzes können "jobbedingte Bauchschmerzen" auslösen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Befragung, die das Internet-Karriere-Netzwerk Monster und das Magazin "Junge Karriere" gemeinsam durchgeführt haben. Insgesamt beteiligten sich 1.844 Besucher der beiden Websites an der Befragung.

Sicherheit steht im Vordergrund

In den allermeisten Fällen sind es Sorgen um die Arbeitsplatz-Sicherheit, die bei Arbeitnehmern zu Angstzuständen führen: 36,7 Prozent der Befragten gaben an, von dieser Form von Existenzängsten geplagt zu werden. Den Chef nannten 10,1 Prozent der Umfrageteilnehmer als Ursache ihres "Muffensausens"; 7,7 Prozent gaben an, die Konkurrenz unter Kollegen zu fürchten. In bestimmten Arbeitssituationen im Mittelpunkt stehen zu müssen, führt bei 6,1 Prozent zu feuchten Händen oder anderen Angstsymptomen. Tröstlicher Aspekt am Rande: Immerhin 39,4 Prozent der Teilnehmer gaben zu Protokoll, gar keine Job-Ängste zu kennen.

Angst kostet

"Angst lähmt - die eigene Leistungsfähigkeit, die Karriere und die gesamte Wirtschaft", sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur Junge Karriere. Die volkswirtschaftlichen Folgen des täglichen Job-Horrors sind gewaltig: Rund 75 Milliarden Euro kosten die Auswirkungen beruflicher Ängste jährlich, haben die Kölner Wirtschaftsforscher Winfried Panse und Wolfgang Stegmann in einer Langzeitstudie ermittelt.

Hilfe suchen

Jeder kann etwas gegen seine Ängste machen: Autogenes Training, spezielle Atemtechniken und Sport gehören beispielsweise zum Sofort-Programm gegen berufliche Panikattacken. Wird die Angst im Job chronisch, sollten Betroffene professionelle Hilfe bei Coaches, Karriereberatern oder Psychologen suchen.

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