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Blutbanane: Unbekannte schüren Angst vor "HIV Banane" - das steckt dahinter

Eine Banane mit angeblich HIV infiziertem Blut: In sozialen Medien kursiert derzeit wieder ein Foto einer sogenannten Blutbanane und schreckt Kunden auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg klärt auf, was dahinter steckt.

Dieses Foto kursiert im Netz

Das Foto sieht unappetitlich und beängstigend zugleich aus. Es zeigt eine aufgeschnittene Banane, die innen rot verfärbt ist. In sozialen Medien kursiert zu diesem Bild die Geschichte, dass die Banane in Anbauländern mit infiziertem Blut verseucht worden sei. "Da ist gespritztes Blut drin", heißt es in einer Mitteilung, die auf Facebook hundertfach geteilt wurde.

Mit dieser Meldung werden derzeit wieder Verbraucher in Angst und Schrecken versetzt. Das teilt die Verbraucherzentrale Hamburg mit und gibt Entwarnung. Denn bei der angeblichen HIV- handelt sich um einen Hoax – eine bewusste Falschmeldung.

Aktuell kursieren wieder Bilder von sogenannten "Blutbananen". Angeblich soll HIV-infiziertes Blut in den Anbauländern...

Gepostet von Verbraucherzentrale Hamburg am Donnerstag, 14. Juni 2018

Blutbanane - Verbraucherzentrale gibt Entwarnung 

"Hier werden bewusst Ängste geschürt", schreibt die . Tatsächlich werde die Rotfärbung des Fruchtfleischs der Bananen durch Nährstoffmangel verursacht. "Normalerweise kommen solche Bananen gar nicht in den Handel." Es sei somit äußerst unwahrscheinlich, dass derartige Bananen im Supermarkt zu kaufen seien. Falls doch, seien sie ungefährlich.

Der Hoax über die Bananen taucht in regelmäßigen Abständen immer wieder im Internet auf, um Kunden zu verunsichern und Ängste zu schüren. 

Meist ist es schwierig, die Verursacher dieser Falschmeldungen herauszufinden.

Verbrauchern, die sich bei Meldungen unsicher sind, rät die Verbraucherzentrale, den Absender der Nachricht genau zu überprüfen. Außerdem gibt das Internetforum "Mimikama" Hilfe. Dort sind die bekanntesten Hoax hinterlegt und lassen sich nachlesen.

Falschmeldung über verseuchte Visitenkarten

Die Seite klärt derzeit auch über eine Falschmeldung mit angeblich in Drogen getränkten Visitenkarten auf. Demnach verteilten Unbekannte Visitenkarten, die eine gefährliche Droge enthalten. Die meist weiblichen Opfer würden damit bewusstlos gemacht, um sie anschließend auszurauben oder zu vergewaltigen. Auch bei dieser Meldung in sozialen Medien handelt es sich um einen Fake. Die Geschichte kursiert seit 2009 immer wieder im Netz und ist frei erfunden.

mai