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Gelbe Pannenhelfer: ADAC-Mitgliedschaft soll teurer werden – zudem neues Premium-Angebot in Planung

Rund 21 Millionen Mitglieder hat der ADAC, trotzdem schreibt Deutschlands größter Verein seit drei Jahren operativ rote Zahlen. Um für die Zukunft finanziell gerüstet zu sein, sollen die Beiträge zum kommenden Jahr deutlich anziehen.

ADAC will die Mitgliedsbeiträge erhöhen

Ein Pannenhilfsfahrzeug des ADAC steht auf einer Straße. Am 14. November will der größte Verein Deutschlands über eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge abstimmen lassen.

DPA

Seit drei Jahren schreibt der ADAC, Deutschlands größter Verein, operativ rote Zahlen: Die Mitgliedseinnahmen und die Dividende der ADAC SE reichen nicht, um Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung und Versicherungssteuer zu bezahlen. Aus diesem Grund sollen die rund 21 Millionen Mitglieder ab dem kommenden Jahr höhere Beiträge entrichten.

Präsidium und Verwaltungsrat wollen die Beitragserhöhung und die Einführung einer neuen Premium-Mitgliedschaft auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. November in München beschließen lassen.

ADAC: Beitragserhöhung soll Verein finanziell gut aufstellen

Wie die "Welt" unter Berufung auf Vereinskreise berichtet, soll sich die Basis-Mitgliedschaft von derzeit 49 auf 54 Euro verteuern. Für eine Plus-Mitgliedschaft, über die dem Bericht zufolge rund drei Viertel der Mitglieder verfügen, sollen künftig demnach 94 Euro verlangt werden. Aktuell sind dafür 84 Euro fällig. Das entspräche in etwa einer Erhöhung von zehn bzw. zwölf Prozent.

ADAC-Präsident August Markl erklärte auf Anfrage: "Eine höhere Effizienz und die Beitragsanpassung zusammen sorgen dafür, dass der ADAC finanziell gut aufgestellt ist und 2020 schwarze Zahlen schreiben kann." Die Beitragserhöhung wäre die erste seit 2014.

Auf der Hauptversammlung soll außerdem über eine Neufassung der ADAC-Satzung abgestimmt werden.

Quellen: DPA / "Welt"

mod / DPA