Airbus-Krise A380-Produktion ohne Hamburg?


Die Gerüchte um den Abzug der A380-Produktion aus Hamburg verdichten sich: Nun berichtet eine Pariser Zeitung, dass das Riesenflugzeug wegen Fertigungs-Schwierigkeiten komplett in Toulouse gebaut werden soll.

Der Airbus-Mutterkonzern EADS will die Produktion des Großraumflugzeugs A380 aus Hamburg abziehen. Der Bau des Flugzeugs, dessen Entwicklung von Pannen verzögert wird, solle in Toulouse konzentriert werden, berichtet die Pariser Tageszeitung "La Tribune". Der Schritt solle schon bald bekannt gegeben werden.

In Hamburg sollten ursprünglich wesentliche Teile des größten Passagierflugzeugs der Welt gebaut werden. Wie die Zeitung schreibt, soll das Werk in der Hansestadt zur Kompensation die Fertigung der kleineren Modellreihe A320 übernehmen. Entsprechende Gerüchte kursieren schon länger durch die Branche.

Die Auslieferung des A380 wird sich der Zeitung zufolge weiter verzögern: Airbus rechne für das kommende Jahr nur noch mit der Auslieferung von zwei bis drei der Großraum-Flugzeuge. Im Juni hatte das Unternehmen selbst sein Lieferziel für 2007 von 20 bis 25 Stück auf neun Maschinen reduziert.

Die Lieferschwierigkeiten sollten dem Bericht zufolge in einer Videokonferenz des EADS-Verwaltungsrates diskutiert werden. Ein Unternehmenssprecher bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters diesen Termin, wollte aber keinen weiteren Kommentar abgeben.

Unterdessen erklärte der Chefeinkäufer der französischen Armee, Francois Lureau, EADS habe ihm mitgeteilt, dass der Bau des Militärtransporters A400M im Zeitplan liege.

Reuters Reuters

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