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Aktionärsunmut: Böser Abschied von T-Online

"Betrug", "Abzockerei", "kalte Enteignung" - auf der letzten Hauptversammlung von T-Online kannte die Wut der Aktionäre kaum Grenzen. Auch wenn die Fusion mit der Telekom nicht mehr zu verhindern ist - es wird ein gerichtliches Nachspiel geben.

Es war die Verschmelzung mit dem Mutterkonzern Telekom, die die 1.300 Anleger in der TUI-Arena auf die Palme brachte. 27 Euro hatten sie beim Börsenstart vor fünf Jahren für die Aktie des größten europäischen Online-Anbieters bezahlt. Jetzt bekommen sie mit 0,52 T-Aktien nicht einmal ein Drittel davon zurück. "Erst hat man uns angelockt, dann gab es Verluste und Versprechungen, jetzt werden wir endgültig über den Tisch gezogen", schäumte ein 60-jähriger Kleinanleger, der mit Gleichgesinnten aus Düsseldorf angereist war.

Tauschangebot "schlicht unfair"

Auch Aktionärsschützer äußerten deutliche Kritik und nahmen dabei neben Vorstandschef Rainer Beaujan insbesondere den T-Online-Aufsichtsratsvorsitzenden und Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke ins Visier. "Die Telekom hat wieder einmal die Gelegenheit genutzt, der Aktienkultur in Deutschland zu schaden", sagte Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) unter dem Beifall der Anleger. Das Tauschangebot sei schlicht unfair. "Warum stand das Risiko der Verschmelzung damals nicht im Prospekt", fragte er den Vorstand.

Sein Kollege Hans Richard Schmitz von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) wies darauf hin, dass die Telekom selbst bei ihrem Börsengang einst Vorbildfunktion gehabt habe. Davon sei nichts übrig geblieben. "Da kann man nur sagen: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert", sagte Schmitz und fügte hinzu: "Der Kleinaktionär hat seine Schuldigkeit getan, der Aktionär kann gehen". Vorstand und Aufsichtsrat würden die Entlastung verweigert, und man stimme der Fusion nicht zu, betonten SdK und DSW unisono. Man werde Anfechtungsklagen gegen die Verschmelzung prüfen und ansonsten ein so genanntes Spruchverfahren einleiten, um vor Gericht ein besseres Tauschangebot für die Anleger zu erreichen, kündigten sie an.

Beim Börsengang noch 28 Euro wert

T-Online-Chef Rainer Beaujean ficht die Aktionärskritik nicht an: Schließlich habe ein gerichtlich bestellter Verschmelzungsprüfer bestätigt, dass das Umtauschverhältnis angemessen sei. Doch Gutachten und Bewertungsmethoden interessieren die meisten im Saale kaum. Die Wut über die Telekom sitzt tief: "Stellen Sie sich doch nur einmal vor, Sie hätten das Geld verloren", empört sich ein Anleger bei T-Online-Aufsichtsratschef Kai-Uwe Ricke, der gleichzeitig Telekom-Boss ist. Für die Kleinanleger, die auf dem Aktionärstreff nicht einmal 1 Prozent des vertretenen Kapitals ausmachen, spricht das gebotene Umtauschverhältnis von 0,52 T-Aktien für ein T-Online-Papier nur Hohn. Es ist nämlich gerade einmal 8 Euro wert. Dabei hatte T-Online beim Börsengang im Frühjahr 2000 den Anlegern 27 Euro abgeknöpft.

Doch das waren andere Zeiten. Die Telekom, die heute einen Anteil von mehr als 90 Prozent an ihrer Tochter hält, hatte ihre Online-Sparte damals an die Börse gebracht, als Internetwerte nur so boomten. Ziel war es unter anderem, Akquisitionswährung für weitere Expansionsschritte zu schaffen. Der Kurs der T-Online-Aktie kletterte kurze Zeit später auf über 40 Euro. Doch dann platzte die Internetblase und der Kursabsturz begann. Zugleich änderten sich die Marktgegebenheiten. Zwischen den ehemals vier Säulen der Telekom kam es vermehrt zu Überlappungen der Geschäftsbereiche. Bei einzelnen Produkten machten sich T-Com und T-Online selbst Konkurrenz. Gleichzeitig drückten die Wettbewerber und der Regulierer auf die Tube. Bei der Telekom geriet die Festnetzsparte unter Druck.

Fusion nicht mehr zu stoppen

Dass die Fusion wohl nicht mehr zu stoppen ist, war allen jedoch schon vor der Hauptversammlung klar, denn die Telekom hatte sich rechtzeitig 90 Prozent der T-Online-Anteile gesichert und damit deutlich mehr als die erforderlichen 75 Prozent. Vorstandschef Beaujean mühte sich vergeblich, die erhitzten Gemüter zu beruhigen. "Ich bin sicher, dass mit der Verschmelzung eine gute Zukunft für T-Online gesichert ist", sagte in seiner Rede, die mehrfach durch "Pfui"-Rufe unterbrochen wurde. Breitband-Anschlüsse seien der Renner bei den Kunden, und T-Online werde künftig das Schnellboot im Konzern sein, versprach Beaujean und lieferte damit passende Munition für die Kritiker.

Die Anleger sollten ja wohl vielmehr vom Schnellboot auf den Telekom-Dampfer umsteigen, spottete Lars Labryga vom SdK unter dem Applaus der Aktionäre. Auch der Hinweis Beaujeans, das T-Online im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen schrieb, einen Nettogewinn von 317 Millionen Euro verbuchte und sogar eine Dividende von vier Cent zahlt, konnte die Stimmung nicht bessern. Die Mini-Dividende zum Abschluss sei ein Hohn, rief DSW-Sprecher Hans Richard Schmitz dem Vorstand zu.

Unbeliebter Telekom-Chef

Wie ernst es den Kleinaktionären mit ihrem Widerstand war, bekam Aufsichtsratschef Kai-Uwe Ricke höchstpersönlich zu spüren. Denn ein Kleinaktionär beantragte Rickes Abwahl als Versammlungsleiter wegen nicht gegebener Neutralität. Mit 0,17 Prozent Zustimmung des anwesenden Kapitals ging der Antrag jedoch unter.

DPA, AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(