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Allianz: 7500 Stellen gestrichen

Die Allianz fährt, wie viele andere Konzerne auch, Rekordgewinne ein. Und baut, wie viele andere Konzerne auch, gleichzeitig tausende Arbeitsplätze ab. Die Gewerkschaft Verdi hat Streiks angekündigt.

Der Allianz-Konzern will jeden achten Arbeitsplatz in Deutschland abbauen. Bis Ende 2008 sollen bei den Versicherungen 5000 und bei der Dresdner Bank 2500 Stellen wegfallen, teilte der Finanzkonzern am Donnerstag in München mit. Mit strafferen Strukturen wolle er 800 Millionen Euro sparen und verlorene Kundenanteile zurückgewinnen. Die Gewerkschaft ver.di drohte mit einem Arbeitskampf.

"Die Beschäftigten haben angesichts des Rekordgewinns der Allianz kein Verständnis für den Umgang des Konzerns mit den Beschäftigten", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Uwe Foullong. Wenn die Allianz nicht sofort über Beschäftigungs- und Standortgarantien verhandle, seien Streiks nicht auszuschließen.

Die Allianz will die bislang eigenständigen Sparten Sach-, Lebens- und Krankenversicherung zusammenführen und die getrennten Vertriebswege bündeln. "Wir haben im Versicherungsgeschäft in Deutschland kontinuierlich Kunden und damit auch Marktanteile verloren", erklärte der Chef der neuen Deutschland-Holding, Gerhard Rupprecht: "Das sind schmerzliche, aber notwendige Schritte, um die Wettbewerbsfähigkeit der Allianz nachhaltig zu sichern." Statt 21 gibt es künftig nur noch 10 Verwaltungsstandorte. Am härtesten trifft es Köln: Die Niederlassung mit 1300 Vollzeitstellen soll Anfang 2008 komplett geschlossen werden.

Kahlschlag bei den Niederlassungen

Auch die großen Niederlassungen der Lebensversicherung in Frankfurt am Main und der Krankenversicherung in Dortmund sowie die Schadenbearbeitungsbüros Aachen, Mainz, Mannheim, Freiburg, Ulm, Augsburg, Nürnberg, Hannover und Magdeburg fallen dem Umbau vollständig zum Opfer.

Ab Ende 2008 soll es in Deutschland nur noch vier zentrale Standorte für Sach-, Lebens- und Krankenversicherung geben: Berlin, München, Hamburg/Hannover/Bremen sowie Stuttgart/Karlsruhe. Das verringere den Aufwand, verkürze Bearbeitungszeiten und spare ab 2009 über 500 Millionen Euro jährlich, ließ der Konzern verlauten.

4,9 Milliarden Gewinn angepeilt

Mit den Gewerkschaften hatte die Allianz bereits einen Sozialplan vereinbart und zugesagt, bis Ende 2007 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Verdi fordert aber eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2010 sowie Standortzusagen. "Das ist sozial nicht zu verantworten", sagte der Verdi-Versicherungsexperte Oliver Ostmann Gewerkschafter und verwies auf den dieses Jahr angepeilten Rekordgewinn von 4,9 Milliarden Euro.

Der Allianz-Konzern zählt zu den weltweit führenden Unternehmen der Finanzbranche. 2005 verbuchte der Konzern mit 177.000 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Euro und den Rekordgewinn von 4,4 Milliarden Euro. Mit den Kosteneinsparungen und Restrukturierungen will sich der Konzern im globalen Wettbewerb besser positionieren. Mit diesem Argument haben auch andere ertragsstarke Konzerne wie Siemens, die Telekom, die Deutsche Bank, Beiersdorf tausende Jobs abgebaut.

lk/AP / AP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.