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Stationärer Handel: Amazon plant eigenen Supermarkt - mit Drive-in

Amazon setzt auf den stationären Handel und baut einen eigenen Supermarkt mit praktischem Drive-In. Wer aber glaubt, dort shoppen zu können wie bei Rewe oder Edeka, wird enttäuscht. Amazon hat da ganz eigene Pläne.

Amazon eröffnet Drive-in-Supermarkt

Amazon eröffnet Drive-in-Supermarkt

Amazon will nicht nur schnöder Technik- und Bücherlieferant sein. Seit Jahren arbeitet der US-Händler an seiner Strategie, nicht nur alltägliche Produkte zu liefern - sondern auch noch näher an seine Kunder heranzurücken. Ein weiterer Schritt könnte nun der erste Supermarkt werden. Wie "Geekwire" berichtet, plant Amazon in Seattle einen eigenen Supermarkt samt Drive-in. Das würden offizielle Dokumente der Stadt belegen. Auch die Baustelle zeigt das Onlineportal. Bereits im August wurde bekannt, dass Amazon in der San Francisco Bay Area an einem geheimen "Projekt X" arbeite.

Amazon-Supermarkt: eher Lager als Laden

Wie "Onlinehaendler-news.de" berichtet, wird es sich nicht um einen klassischen Supermarkt wie Rewe oder Edeka handeln, sondern vielmehr um "eine stationäre Lösung, um online bestellte Artikel abzuholen – entweder mit dem Auto im Drive-In oder direkt im Laden", so das Portal. Wer also hofft, bald auch bei Amazon in Regale greifen zu können, um den Einkauf dann zur Kasse zu schieben, wird enttäuscht. Das Geschäft wird wohl eher wie ein Lager funktionieren, aus dem der Einkauf zusammengestellt wird. 

Ein bisschen wie ein Laden wird es aber schon: Kunden sollen in dem Amazon-Markt nicht nur ihre bestellten Artikel abholen können, sondern auch direkt vor Ort bestellen können. Rund 15 Mitarbeiter sollen in dem Amazon-Markt arbeiten, der zwischen 7 und 22 Uhr geöffnet sein soll, so "Geekwire". Fünf Mitarbeiter sollen die Einkäufe zum Auto tragen. Zu den Supermarkt-Plänen wollte sich Amazon nicht äußern.

Amazons Vorstoß mit Buchläden

Seit Jahren versucht Amazon Bestellungen schneller auszuliefern. In Deutschland wird derzeit Prime-Now in Berlin und München angeboten: Kunden erhalten dort Produkte binnen zwei Stunden. Mit dem Supermarkt dreht Amazon den Spieß um - und lässt die Kunden kommen statt zu liefern. Im vergangenen Jahr eröffnete der erste Buchladen von Amazon in Seattle. Das Konzept scheint aufzugehen, denn laut dem Chef eines großen US-Betreibers von Einkaufszentren plane Amazon bis zu 400 weitere Läden. 

kg
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