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Arcandor: Insolvenzverwalter darf auf Millionen-Honorar hoffen

Was sich aus einer Pleite-Firma alles herausholen lässt: Einem Magazinbericht zufolge geht nicht nur Ex-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick mit 15 Millionen Euro nach Hause. Vielmehr kann offenbar auch Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Millionen einstreichen - wenn er seinen Job gut macht.

Der Insolvenzverwalter des Handelskonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, kann im Erfolgsfall offenbar mit einem Spitzenhonorar in zweistelliger Millionenhöhe rechnen. Voraussetzung sei, dass er neben der Arcandor-Beteiligung an Thomas Cook auch die Konzerntöchter Primondo und Karstadt verkaufe, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag unter Berufung auf Insolvenzrechtsexperten.

Demnach fallen bei den Verkäufen erhebliche Gebühren an. Diese Gelder fließen den Angaben zufolge in die sogenannte Insolvenzmasse, nach deren Volumen sich wiederum Görgs Honorar bestimmt. Deshalb könnte dem Verwalter allein der Verkauf der Beteiligung am Reisekonzern Thomas Cook ein Honorar von 10 bis 15 Millionen Euro einbringen.

Bislang habe Görg stets den Eindruck erweckt, bei der Verwertung von Arcandor sei kaum Geld für die Gläubiger und den Insolvenzverwalter zu holen, weil nahezu alle Vermögenswerte verpfändet seien. Zu den 25 Arcandor-Töchtern, für die die Insolvenz eingeläutet wurde, gehört auch der Katalogversender Quelle. Der Konzern hatte Anfang Juni Insolvenz beantragt. Vor vier Wochen verließ Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick das Unternehmen nach nur sechs Monaten im Amt mit 15 Millionen Euro Abfindung.

AFP / AFP