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Corona-Krise Süßwarenhändler Arko, Hussel und Eilles sind insolvent

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Schokoladen-Leckereien von Arko
© Axel Heimken/DPA / Picture Alliance
Die Süßwaren- und Kaffeemarken Arko, Hussel und Eilles der Deutschen Confiserie Holding müssen Insolvenz anmelden. Die Geschäfte sollen trotzdem vorerst fortgeführt werden.

Die Corona-Krise fordert ein prominentes Einzelhandelsopfer: Die Kaffee- und Süßwarenmarken Arko, Hussel und Eilles der Deutschen Confiserie Holding müssen Insolvenz anmelden. Das berichten die "Kieler Nachrichten" und die "Lebensmittelzeitung". Die Unternehmen haben eine Insolvenz in Eigenregie beantragt und wollen weiter um ihre Marken kämpfen.

Zu dem Confiserie-Imperium zählen mehr als 300 Filialen sowie rund 4000 Verkaufsstellen im Lebensmittelhandel und in Bäckereien. Rund 1600 Mitarbeiter erwirtschaften mit den Süß- und Kaffeewareneinen Umsatz von 140 Millionen Euro. Durch die Corona-Krise mit all ihren Einschränkungen für den Einzelhandel musste die Unternehmensgruppe zuletzt aber starke Umsatzeinbußen hinnehmen. 

Einbruch im Oster- und Weihnachtsgeschäft

Die Pandemie traf den Süßwarenkonzern zu ungünstigen Zeitpunkten. Der erste Lockdown betraf das Ostergeschäft, der zweite kam mitten in der Weihnachtssaison. Zwar durften die Geschäfte vor Weihnachten wegen der Einstufung als Lebensmittelhandel offen bleiben, doch es kamen kaum Kunden. Und da es keine Schließungsanordnung gab, konnte die Unternehmensgruppe auch keine staatlichen Hilfen beantragen.  

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Die derzeit geltenden Corona-Regelungen für ein Schutzschirm-Verfahren sollen nun genutzt werden, um das Unternehmen zu restrukturieren und zu sanieren. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt. Die Gehälter sollen zunächst für die nächsten drei Monate gesichert sein. "Wir werden alles daransetzen, es den Unternehmen zu ermöglichen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie unter dem Corona Schutzschirm zu bewältigen und sich für die Zukunft aufzustellen", sagt Dietmar Penzlin, der als vorläufiger Sachwalter für Eilles und Hussel fungiert.

Auch der vorläufige Sachwalter von Arko, Tjark Thies, gibt sich optimistisch: "Das deutsche Insolvenzrecht bietet auch in der Corona-Krise wirksame Instrumente, finanziell angeschlagene Unternehmen zu retten. Diese Chance sehe ich durchaus auch für die arko GmbH."

Quellen: Kieler Nachrichten / Lebensmittelzeitung

bak

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