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Asien: SARS legt Tourismus in Singapur lahm

Darauf haben Touristen offenbar keine Lust: Im Vergleich zum Mai letzten Jahres kamen 73 Prozent weniger Besucher ins Konsumparadies Singapur - obwohl es Anzeichen einer Erholung gibt.

Die Sars-Epidemie hat der Tourismusbranche von Singapur einen schweren Schlag versetzt: In den ersten drei Wochen des Monats Mai reisten gegenüber dem Vorjahr 73 Prozent weniger Besucher in den südostasiatischen Inselstaat, wie die Behörden am Montag bekannt gaben. Nun gebe es jedoch erste Anzeichen für eine Erholung, sagte der Leiter der Tourismusbehörde, Lim Neo Chian. Die meisten Veranstalter verbuchten wieder steigende Besucherzahlen.

31. Mai Stichtag für mögliche Entwarnung

Der Lungenkrankheit sind in dem Stadtstaat 31 Personen zum Opfer gefallen, 206 überstanden eine Ansteckung mit dem Schweren Akuten Atemwegsyndrom. Sollte bis zum 31. Mai kein neuer Fall auftauchen, will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell Entwarnung für Singapur geben. Die letzte Erkrankung war am 11. Mai aufgetreten.

Folgen bleiben verkraftbar

Der Tourismus ist für die Wirtschaft des Inselstaates von großer Bedeutung, er steuert rund neun Milliarden Singapur-Dollar (4,4 Milliarden Euro) zum Bruttosozialprodukt bei. Die Regierung schließt nach wie vor eine Rezession infolge des Sars-Ausbruchs nichts aus. "Aber wenn es in den kommenden Wochen keine unangenehme Überraschung gibt und sich die Sars-Situation in der Region verbessert, rechnen wir mit der schrittweisen Erholung der Tourismusbranche von Juni an", sagte Chian.

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