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Bahn: Streik trotz Gerichtsentscheid

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer wird trotz des gerichtlichen Verbots an ihren Warnstreiks festhalten. "Das beeindruckt mich überhaupt nicht", sagte GDL-Vorsitzender Manfred Schell auf dem Frankfurt Hauptbahnhof.

Schell sagte, er gehe davon aus, dass sich um 08.00 Uhr in allen Bundesländern mehrere tausend Lokführer an den Warnstreiks beteiligen. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat am Dienstagmorgen die Reisenden dazu aufgerufen, ihre Bahnfahrt früher anzutreten oder auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. "Wie die Entscheidung ausfällt, ist für die Reisenden egal. An ihrer Stelle würde ich auf alle Fälle früher losfahren oder auf andere Verkehrsmittel umsteigen", warnte Eberhard Leisner, Streikleiter am Münchner Hauptbahnhof. Der Sprecher der Deutschen Bahn war am Dienstagmorgen für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Warnstreik am Montag untersagt

Die Entscheidung des Arbeitsgerichtes Mainz über die von der Deutsche Bahn beantragten einstweilige Verfügungen soll erst kurz vor Beginn des geplanten Streiks um 8.00 Uhr fallen. Zu den bundesweiten Warnstreiks hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomivführer (GDL) aufgerufen. Demnach sollen die Lokführer zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr die Arbeit niederlegen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hält dabei trotz des gerichtlichen Verbots an den für Nordrhein- Westfalen geplanten Warnstreiks fest. Ein Sprecher der Lokführergewerkschaft in NRW sagte am Dienstagmorgen, es bleibe dabei, dass es von 8.00 bis 11.00 Uhr im Fern-, Nah- und Güterverkehr zu Einschränkungen komme.

Am Montag hatte das Arbeitsgericht Düsseldorf laut Bahn einem Antrag des Unternehmens im Eilverfahren stattgegeben und den Warnstreik untersagt. Die Bahn hatte eine Einstweilige Verfügung beantragt, da sie die angekündigten Arbeitsniederlegungen der Lokführer für unrechtmäßig und unverhältnismäßig hält. Bislang läge die Einstweilige Verfügung der GDL nicht vor, sagte der GDL-Sprecher.

DPA

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