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Wissenschaftliche Untersuchung: Bargeld oder Karte: Wie bezahlt man an der Kasse am schnellsten?

Nach Kleingeld wühlen, am Ende doch mit Scheinen zahlen und dann aufs Wechselgeld warten: Barzahlung soll an der Supermarktkasse langsamer sein als die Bezahlung mit Karte. Doch stimmt das? Forscher haben nachgemessen.

Bargeld oder Kartenzahlung: Wie bezahlt man an der Kasse am schnellsten?

Womit bezahlt man schneller an der Supermarktkasse: Bargeld oder Kartenzahlung?

Klassische Szene an Deutschlands Supermarktkassen: Es wird im winzigen Kleingeldfach nach Münzen gesucht - und am Ende doch mit einem großen Schein bezahlt. Dann fummelt die Kassiererin das Wechselgeld aus den Münzfächern, rechnet den Betrag der Geldstücke in ihrer offenen Handfläche nach und übergibt das Geklimper dem Kunden. Das dauert gefühlt alles wahnsinnig lang. Die Schlange dahinter wird länger. Und unweigerlich fragt man sich: Wäre das jetzt mit Kartenzahlung nicht schneller gegangen?

Das Handelsinstituts EHI in Köln hat nachgemessen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die Forscher wollten herausfinden, ob es wirklich einen klaren Gewinner im Kampf zwischen Bargeld und Kartenzahlung gibt. "Wir haben den Zeitraum abgestoppt zwischen dem Moment, in dem der Kassierer den Betrag nennt, bis zu dem Moment, in dem die Kasse wieder geschlossen ist", berichtet Horst Rüter, Mitglied der Geschäftsleitung des EHI der "FAS".

Kunden, die mit Bargeld zahlen, brauchen im Durchschnitt 15 bis 25 Sekunden. Im Supermarkt dauert das Bezahlen insgesamt etwas länger als in anderen Geschäften, beispielsweise beim Klamottenladen. 

Bargeld vs. Kartenzahlung

Und die Karte? Das bargeldlose Zahlen mit dem Stückchen Plastik ist deutlich populärer geworden. 1994 wurden noch 78 Prozent der Einkäufe mit Bargeld beglichen - im vergangenen Jahr lag der Umsatzanteil bei 52,4 Prozent. Das liegt auch daran, dass inzwischen auch kleinere Beträge mit der Karte beglichen werden können. Früher dauerte ein Zahlvorgang mit Karte auch noch rund 40 Sekunden., inzwischen ist das Verfahren schneller geworden. Rund 30 Sekunden benötigt die Kartenzahlung im Durchschnitt, ermittelten die Forscher des EHI. Kommt das Lastschriftverfahren zum Einsatz, geht es noch einmal zwei Sekunden schneller.

Man steht immer an der lahmsten Schlange

Fazit: Die Geschwindigkeit von Karten- und Barzahlung nähern sich immer stärker an. Noch hat das Bargeld einen hauchdünnen Vorsprung. Ob es tatsächlich schneller geht, wenn man mit Münzen zahlt, hänge auch stark vom Geschäft ab, so Rütter. "Bei Aldi sitzen ja manchmal Mitarbeiterinnen an der Kasse, die haben das Wechselgeld schon in der Hand, bevor der Kunde überhaupt seinen Schein hingegeben hat", sagt er zur "FAS". In anderen Geschäften sei mitunter die Kartenzahlung schnell, wenn das Kassensystem gut funktioniere. Doch am Ende geht es nicht um die Zahlart, denn gefühlt steht man immer in der Schlange, die sich so gar nicht vorwärts bewegt. 

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kg
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.