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Nach Imtech-Insolvenz: BER-Eröffnung 2017 scheint unrealistisch

Die Pleite der Bautechnikfirma Imtech Deutschland könnte schwere Konsequenzen für die Fertigstellung des Flughafens BER haben. Eine Berliner Tageszeitung hält eine Eröffnung im Jahr 2017 für unrealistisch.

Dutzende Kabel hängen aus einem Deckenschacht. Zwei Bauarbeiter stehen vor einem Gerüst.

Die Pleite der deutschen Tochter der niederländischen Firma Imtech könnte erneut zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten am BER-Flughafen führen

Trotz seines Insolvenzantrags will der Bauausstatter Imtech Deutschland die Arbeiten am Hauptstadtflughafen BER wie geplant fortsetzen. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, Peter-Alexander Borchardt, am Montag in Hamburg mit. Die Mitarbeiter sämtlicher Gewerke sowie die Subunternehmer hätten zugesagt, "den Flughafenbau bis auf weiteres unverändert fortzuführen". Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens sei nun, den Geschäftsbetrieb von Imtech Deutschland weiter zu führen, die aktuellen Projekte auf ihre Fortführungsmöglichkeit zu überprüfen und damit möglichst viele der rund 4000 Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Insolvenzantrag der deutschen Tochter des niederländischen Gebäudeausstatters Imtech war am vergangenen Donnerstag in Hamburg eingereicht worden. Imtech ist eine der wichtigsten Baufirmen auf der BER-Baustelle. Sie ist unter anderem für Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten zuständig.

Wie realistisch ist eine Eröffnung 2017?

Nach dem Insolvenzantrag von Imtech Deutschland hatte Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld eine aus Baufachleuten und Juristen bestehende "Task Force" eingesetzt, um die Folgen für den BER einschätzen zu lassen. Eigentlich ist geplant, dass der Flughafen nach mehreren Verzögerungen im zweiten Halbjahr 2017 öffnet.

Der Berliner "Tagesspiegel" hält dieses Vorhaben nun für extrem unwahrscheinlich. Laut einem Bericht der Zeitung würden die Fortschritte bei den Bauarbeiten am Terminal hinter den Erwartungen zurückbleiben, was die geplante Fertigstellung im März 2016 unmöglich mache. Damit der Termin 2017 zu halten sei, dürfte es höchstens zu sechs Monaten Verzögerung kommen. Bevor Termine für die Bauabnahme verstreichen. Zudem müsse die Insolvenz von Imtech geordnet ablaufen.

ono
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