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Microsoft-Gründer Bill Gates will Milliarden in Klimaschutz investieren und fordert mehr Kernkraft

Fünf Dinge, die Bill Gates bereits 1999 vorhergesagt hat
Ob Smartphones, Social-Media oder Smart Home: Bill Gates hat all das kommen sehen. Schon 1999! In dem Jahr veröffentlichte er "Business @ The Speed of Thought", ein Buch über Unternehmensführung im digitalen Zeitalter. Es enthält vielversprechende Voraussagen des Microsoft-Gründers:
1. Soziale Netzwerke Bill Gates 2003 geht das soziale Netzwerk MySpace an den Start - mit Facebook oder YouTube folgen viele weitere.
2. Smartphones: Spätestens mit dem ersten iPhone (2007) war der Smartphone-Siegeszug nicht mehr zu stoppen.
3. Online-Job-Börsen: Von LinkedIn über Xing: Arbeitgeber und Arbeitnehmer können nun über viele Netzwerke in Kontakt treten.
4. Das smarte Zuhause: Von autonomen Heizungen bis zu selbstschließenden Türen: Das Eigenheim wird immer smarter.
5. Online-Banking: Fast jede Bank bietet Online-Banking an. Allein der Bezahldienst PayPal hat rund 192 Millionen aktive Benutzer. Was die Zukunft außerdem bereit hält? Da wird Bill Gates bestimmt schon einige Ideen haben ...
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Bill Gates fordert dramatisch höhere Investitionen in Klimaschutz-Technologien und will auch eigenes Geld beisteuern. Eine Warnung schickt er an die deutschen Autobauer.

Microsoft-Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in entsprechende Start-ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem "Handelsblatt".

"Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig", führte der Milliardär aus und forderte zugleich eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts - nach seiner Schätzung jährlich mindestens 110 Milliarden Dollar. Anlass der Forderung ist Gates' neues Buch "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern". Darin fordert er das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. "Wir müssen die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie in der Geschichte zuvor." Dazu seien etwa CO2-Steuern, Zertifikatehandel sowie alternative Energien wie Solar und Wind unverzichtbar. 

Mehr Elektromobilität, mehr Kernkraft

Deutschland habe der Welt mit der Subvention des Solarpanels "einen großen Gefallen getan", sagte Gates. Allerdings reichten Solar- und Windenergie wegen ihrer Unzuverlässigkeit bei der Stromerzeugung bei weitem nicht aus. Die von Umweltschützern abgelehnte Kernkraft sei deshalb unerlässlich, schlussfolgerte Gates. 

Einen Mangel an Innovation attestierte Gates der Welt im Bereich Elektromobilität. Mit Ausnahme von Ländern wie Norwegen schreite die Verbreitung von E-Autos nur langsam voran. Eine Warnung richtete der Microsoft-Gründer auch an die deutschen Autobauer. Deutschland habe "wahrscheinlich mehr als jedes andere Land für die Autobranche getan", betonte Gates. Doch: "Wenn Deutschland sich nicht bei elektrischen Autos durchsetzen kann, wäre das eine riesige Tragödie."

bak DPA AFP

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